Kritik an Entwurf für Krypto-Marktgesetz wegen möglicher Strafverfolgung von Entwicklern

15. Januar 2026, 07:45 Uhr · Quelle: BTCStar
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Der CLARITY Act könnte Entwickler strafrechtlich belasten und Überwachung verstärken, was die Krypto-Branche betrifft.

Der kürzlich veröffentlichte Entwurf des CLARITY Act, eines wichtigen Gesetzes zur Regulierung des Kryptomarktes, hat innerhalb der Community erhebliche Kritik hervorgerufen. Ursprünglich sollte das Gesetz Schutzmaßnahmen für Entwickler beinhalten. Expertenkommentare deuten jedoch darauf hin, dass der Entwurf die Tür für eine fortgesetzte Strafverfolgung von Entwicklern öffnet und Überwachungsmaßnahmen für Nutzer von nicht-kustodialer Software verstärkt.

Fehlende Schutzmaßnahmen im Entwurf des Krypto-Marktstrukturgesetzes

Marktexperte Ryan Adams betonte ein weiteres zentrales Problem des Krypto-Gesetzes. Sollte es Banken gelingen, die Bestimmungen zu Stablecoin-Erträgen im CLARITY Act zu eliminieren, würde dies darauf hindeuten, dass der Senat die Interessen der Banken über die der Allgemeinheit stellt.

Diese Bedenken wurden von verschiedenen Nutzern geteilt, die der Meinung sind, dass die Strategie darauf abzielt, Banken zu begünstigen, indem sie die Kontrolle über die Verwaltung und Verteilung von Erträgen übernehmen.

Ein unabhängiger Bericht von The Rage untermauert diese Sorgen und beschreibt, wie der vorgeschlagene Entwurf sogenannte Entwickler-Schutzmaßnahmen enthält, die möglicherweise unzureichend sind. Besonders fehlen Schutzmaßnahmen gegen die strengen Implikationen des Bank Secrecy Act (BSA) für selbstverwaltete Wallets.

Zusätzlich deutet der Entwurf auf mögliche Anwendungen im Bereich der dezentralen Finanzen (DeFi) hin, die es Behörden ermöglichen könnten, Regelungen ähnlich der Travel Rule sowie Maßnahmen zur Bekämpfung von Geldwäsche (AML) auf webbasierte Schnittstellen und Blockchain-Analysefirmen anzuwenden.

Laut dem Bericht hat der Senat bereits 137 Änderungsanträge zum Entwurf erhalten, bevor die Markup-Sitzung am 15. Januar stattfindet. Eine überarbeitete Version des Blockchain Regulatory Certainty Act (BRCA) ist ebenfalls enthalten, die als entscheidend für den Schutz von Entwicklern angesehen wird.

Schlupflöcher im BRCA

Obwohl der BRCA Ausnahmen unter AML- und Terrorismusfinanzierungsregelungen bietet, bleiben Entwickler weiterhin anfällig für die Verantwortung für die Handlungen der Nutzer, die ihre Software verwenden.

Der BRCA besagt, dass „nicht-kontrollierende“ Entwickler – definiert als solche ohne einseitige Kontrolle über digitale Asset-Transaktionen – nicht als Geldübermittler unter den relevanten Gesetzen kategorisiert werden. Dies mildert jedoch nur bestimmte Anklagen ab und verhindert keine strafrechtliche Haftung für diejenigen, deren Software missbraucht wird.

Die pro-krypto Senatorin Cynthia Lummis bemerkte zu diesem Aspekt des BRCA, dass er alle notwendigen AML-Schutzmaßnahmen beibehält, was impliziert, dass trotz positiver Aspekte die Verantwortlichkeit für Entwickler eine drohende Gefahr bleibt.

Gleichzeitig enthält der „Keep Your Coins Act“ im Entwurf Bestimmungen, die besagen, dass Bundesbehörden die Selbstverwahrung digitaler Vermögenswerte nicht verbieten können. Weitere Bestimmungen behaupten jedoch, dass dieses Recht die Anwendung von Gesetzen zur Bekämpfung illegaler Finanzierungen nicht verhindert, was Schlupflöcher für staatliche Eingriffe lässt.

Die früheren Versuche der Securities and Exchange Commission (SEC), eine Broker-Regel durchzusetzen, die dezentrale Finanzdienstleistungen als Vermittler klassifizieren würde, die Meldepflichten unterliegen, spiegeln sich im aktuellen Entwurf wider.

Dieses Mal scheint der Bankenausschuss des Senats eine ähnliche regulatorische Herangehensweise zu verfolgen, um Leitlinien zur BSA- und AML-Compliance für „nicht-dezentralisierte Finanzprotokolle“ bereitzustellen, was Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen auf Krypto-Entwickler aufwirft, die Protokolle pflegen und aktualisieren.

Datenschutzbedenken nehmen zu

Unter den neuen Abschnitten führt der Bankenausschuss des Senats ein Konzept ein, das als „Distributed Ledger Application Layers“ bezeichnet wird. Der Bericht behauptet, dass dies Überprüfungen einlädt und Compliance-Verpflichtungen für Softwareanwendungen schafft, die es Nutzern ermöglichen, mit dezentralen Finanzprotokollen zu interagieren.

Die Bestimmungen zwingen das Finanzministerium auch dazu, zusätzliche Aufsichtsmechanismen zu entwickeln, um die Risiken illegaler Finanzierungen zu mindern, die durch Werkzeuge zur Analyse verteilter Ledger identifiziert werden, was effektiv sicherstellt, dass Krypto-Transaktionen unter strenger Beobachtung bleiben.

Derzeit deutet der Mangel an robusten Schutzmaßnahmen für Entwickler und Nutzer, die an datenschutzfördernden Technologien beteiligt sind, im aktuellen Entwurf darauf hin, dass der Vorschlag des Senats zur Marktstruktur wenig dazu beitragen wird, nicht-kustodiale Entwickler zu schützen.

Stattdessen verstärkt er ihre Anfälligkeit für staatliche Aufsicht und Nutzerüberwachung. Letztendlich stellen diese Entwicklungen eine erhebliche Herausforderung für Nutzer und Entwickler von Datenschutzsoftware dar.

Finanzen / Crypto / Kryptoregulierung / Entwickler / Datenschutz / DeFi / Banken
15.01.2026 · 07:45 Uhr
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