Krisenhimmel über Schleswig-Holstein: Drohnenaktivitäten besorgen die Behörden
In Schleswig-Holstein haben jüngste Drohnensichtungen über sensiblen Infrastrukturen für Aufsehen gesorgt und die lokalen Behörden auf den Plan gerufen. Laut Berichten des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" wurden gezielte Überflüge über ein Kraftwerk in Kiel, das Universitätsklinikum und die U-Bootwerft von TKMS festgestellt.
Diese Informationen stimmen mit denen der Deutschen Presse-Agentur überein. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der kommenden Stellungnahme der Innenministerin des Landes, Sabine Sütterlin-Waack (CDU), die sich im Kieler Landtag zu den Vorfällen äußern wird.
In einer ersten Reaktion betonte sie bereits die enge Zusammenarbeit zwischen Schleswig-Holstein, dem Bund und der Bundeswehr, insbesondere im Hinblick auf Sicherheitsbedrohungen und mögliche Spionage- oder Sabotageakte. Die Drohnenaktivitäten begannen Berichten zufolge am Donnerstagabend, als zwei kleine Drohnen das Werksgelände der Marinesparte von Thyssenkrupp überflogen.
Bald folgten Sichtungen eines "Drohnenverbunds mit Mutterdrohne" über dem Universitätsklinikum und einer ähnlichen Formation über dem Gaskraftwerk an der Kieler Förde. Die Drohnen kreisten auch über dem Kieler Landeshaus und der Raffinerie in Heide, die den Flughafen Hamburg versorgt.
Die Vermutung liegt nahe, dass sie in parallelen Bahnen flogen, um genaue Vermessungen am Boden vorzunehmen. Zudem gab es Überflüge über den Nord-Ostsee-Kanal.
Aufgrund dieser Vorfälle kündigte Innenministerin Sütterlin-Waack an, die Drohnenabwehr in Zusammenarbeit mit anderen norddeutschen Ländern zu verstärken. Sie unterstrich, dass die Drohnenabwehr eine gesamtstaatliche Aufgabe sei, bei der alle Ebenen von Bund, Bundeswehr bis zu den Ländern ihre Anstrengungen intensivieren müssen.

