Krise in Gaza: Katars Emir erhebt schwere Vorwürfe gegen Israel bei UN-Debatte
Bei der jüngsten UN-Generaldebatte nahm Katars Emir Tamim bin Hamad Al Thani kein Blatt vor den Mund und kritisierte Israels Haltung im Gaza-Konflikt scharf. Mit Nachdruck beschuldigte Al Thani Israel, kein echtes Interesse an einem dauerhaften Frieden zu haben und beschrieb die jüngsten Entwicklungen als Untergrabung diplomatischer Lösungen zur Beendigung der Gewalt in Gaza.
Besonders im Fokus seiner Rede stand ein jüngst verübter Angriff auf die Hamas-Führung in Doha, der seiner Meinung nach alle Bemühungen um Diplomatie zunichtegemacht habe. Nach den Worten des Emirs strebe die israelische Regierung weder nach einer echten Lösung noch nach der Freilassung der im Gazastreifen festgehaltenen Geiseln.
Vielmehr soll das Ziel Israels die Zerstörung der Region und die Vertreibung der dortigen Bevölkerung sein, eine Mentalität, die laut Al Thani jegliche Zusammenarbeit erschwere. Katar, das als bedeutender Verbündeter der USA am Golf gilt, war kürzlich selbst Ziel eines militärischen Angriffs durch Israel, der eine direkte Konfrontation mit der Hamas-Führung im Emirat suchte. Angesichts der festgefahrenen Verhandlungen verweist Katars Emir auf die andauernde Vermittlerrolle seines Landes neben Ägypten und den USA, auch wenn bisherige Initiativen keine erkennbaren Fortschritte im Konfliktverlauf erzielen konnten.

