Kreml kritisiert EU-Führung scharf: Diplomatische Eiszeit im Ukraine-Konflikt
Moskau erhebt schwere Vorwürfe gegen die Führungsebene der Europäischen Union und sorgt mit seinen jüngsten Aussagen für Aufsehen in der internationalen Politik. Kremlsprecher Dmitri Peskow nutzte das russische Staatsfernsehen als Plattform, um der EU-Inkompetenz zu unterstellen und erklärte, dass Gespräche mit der aus Estland stammenden EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas ausgeschlossen seien.
Spürbar verärgert kritisierte Peskow die Europäer scharf dafür, dass sie sich von der vermeintlichen Abhängigkeit von russischen Energieressourcen in eine neue Abhängigkeit von den USA gestürzt hätten. Besonders hart ins Gericht ging er mit Kallas, über die er sagte, dass man mit ihr niemals in Verhandlungen treten werde. In einem selbstsicheren Ton fügte er hinzu, dass auch die Amerikaner keinen Dialog führen würden.
Die russische Spitze zeigt sich frustriert über die europäische Unterstützung der Ukraine, die seit der von Kremlchef Wladimir Putin im Jahr 2022 angeordneten Invasion durch Russland zielgerichtet vom Westen gefördert wird. Der russische Unmut hat sich wohl auch deshalb gesteigert, weil die strategischen Kriegsziele im Nachbarland noch immer nicht erreicht wurden. Interessanterweise hat sich die Dynamik seit Donald Trumps Amtsübernahme in den USA verändert. Trump bietet sich als neutraler Vermittler an, der jedoch mit ambitionierten Versprechen von seiner Rolle als stärkster Verbündeter Kiews abgewichen ist.

