Kraken stärkt politischen Einfluss: Pro-Trump-Spende im Krypto-Sektor
In einer bemerkenswerten Aktion hat die Krypto-Börse Kraken angekündigt, insgesamt 2 Millionen Dollar an eine pro-Trump-Krypto-Organisation zu spenden. Diese Initiative wird als Teil eines Engagements zur Verteidigung grundlegender individueller Rechte im digitalen Zeitalter präsentiert.
Arjun Sethi, Co-CEO von Kraken, hat 1 Million Dollar an den Freedom Fund PAC gespendet und zusätzlich eine weitere Million an die pro-Trump-Gruppe America First Digital zugesagt. Laut Sethi ist der Kampf um Kryptowährungen in den USA noch lange nicht beendet. Er warnt vor Bedrohungen, die von Unsicherheiten in der Regulierung bis hin zu Versuchen reichen, die Krypto-Infrastruktur zu kriminalisieren.
America First Digital wird von ehemaligen Führungskräften der National Republican Senatorial Committee und Beratern, wie der ehemaligen Stabschefin von Senatorin Cynthia Lummis, geleitet. Lummis hatte im März den BITCOIN Act neu eingebracht. Branchenexperten sehen in diesem Schritt eine Abkehr von defensiven Lobbying-Strategien hin zu einer Ideologisierung digitaler Werte im Einklang mit verfassungsmäßigen Prinzipien.
Kraken unterstützt mit der Spende das Recht auf Selbstverwaltung von Vermögenswerten, den Bau dezentraler Systeme und den Zugang zu offenen Infrastrukturen. Diese Ankündigung wurde von prominenten Akteuren der Krypto-Industrie, wie dem Gemini-Mitgründer Tyler Winklevoss, positiv aufgenommen. Die Winklevoss-Zwillinge hatten zuvor über 21 Millionen Dollar in Bitcoin gespendet, um den Digital Freedom Fund zu gründen.
Anders als andere Krypto-PACs zeigt das von den Winklevoss-Brüdern geleitete PAC eine klare Unterstützung für die Republikaner und gegen die Demokraten. Im Gegensatz dazu hat Fairshake, das größte Krypto-Super-PAC, 2024 erhebliche Mittel von Unternehmen wie Coinbase und Ripple für überparteiliche Ausgaben gesammelt.
Diese politischen Spenden sind typisch für die USA und sollen die Einflussnahme der Industrie vergrößern, während führende Krypto-Vertreter sich für freundliche politische Maßnahmen einsetzen.

