Konsumlaune in Deutschland sinkt auf neuen Tiefpunkt
Die deutsche Bevölkerung hält verstärkt ihre finanziellen Mittel zurück, wie die jüngsten Daten zur Konsumstimmung unterstreichen. Zum dritten Mal in Folge zeigt der Konsumklima-Indikator des Marktforschungsinstituts GfK sowie des Nürnberg Instituts für Marktentscheidungen einen Rückgang. Im September erreichte der Indikator einen neuen Tiefstand von minus 23,6 Punkten, nachdem Analysten im Durchschnitt einen Rückgang auf minus 21,5 Punkte prognostiziert hatten. Dies markiert den niedrigsten Stand seit April.
Ein wesentlicher Faktor für die verschlechterte Konsumstimmung sind die gesunkenen Einkommensaussichten, bedingt durch steigende Arbeitslosenzahlen. "Die wachsende Furcht vor dem Verlust des Arbeitsplatzes führt dazu, dass viele Menschen mit größeren Käufen abwarten", erklärt Rolf Bürkl, Experte beim Nürnberg Institut für Marktentscheidungen. Hinzu kommt die Besorgnis über steigende Preise, insbesondere im Energiebereich, die die Verbraucher zusätzlich verunsichert.
Nicht nur die Konsumfreude, auch die Konjunkturerwartungen der Bürgerinnen und Bürger verschlechtern sich weiter und erreichen den niedrigsten Stand seit sechs Monaten. Offenbar gibt es wenig Optimismus hinsichtlich einer baldigen wirtschaftlichen Erholung in Deutschland. Die zugrunde liegenden Daten basieren auf einer Erhebung, die vom 30. Juli bis zum 11. August 2025 durchgeführt wurde, und umfassen rund 2.000 Befragungen, unterstützt von der EU-Kommission.

