Konstante Wirtschaftsstimmung in der Eurozone trotz leicht sinkender Anleihekurse
Am Freitag wurde ein leichter Rückgang bei den Kursen der deutschen Staatsanleihen verzeichnet, wobei der Euro-Bund-Future um 0,04 Prozent auf 127,69 Punkte sank. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe betrug solide 2,89 Prozent. Die Kursbewegungen waren insgesamt eher moderat. Die allgemeine Wirtschaftsstimmung in der Eurozone zeigte im Januar hingegen keine Veränderung.
Der von S&P ermittelte Einkaufsmanagerindex stagnierte bei 51,5 Punkten, was weiterhin ein leichtes Wachstum signalisiert. Während Ökonomen gehofft hatten, eine geringe Verbesserung sehen zu können, wurde der Index durch schwächere Zahlen aus Frankreich belastet. Im Gegensatz dazu konnten die deutschen Daten positiv überraschen und gaben Anlass zu leichtem Optimismus.
Cyrus de la Rubia, Chefvolkswirt der Hamburg Commercial Bank, bewertet den Zustand der Wirtschaft jedoch als 'nur sehr schwache Erholung'. Die derzeit geringen Zuwächse in den Aufträgen sind laut de la Rubia nicht ausreichend, um eine fundamentale Wende im wirtschaftlichen Verlauf einzuleiten. Er erwartet, dass sich der bisherige Trend in den kommenden Monaten fortsetzen wird.

