Konfliktherd im Nahen Osten: Israel und Hisbollah im Fokus
Die Spannungen an der Grenze zwischen Israel und dem Libanon haben einen neuen Höhepunkt erreicht. Die israelische Armee bestätigte Angriffe auf Stellungen der vom Iran unterstützten Hisbollah im Südlibanon. Diese Aktionen folgten Panik verursachenden Aufrufen eines arabischsprachigen Armeesprechers Israels auf X, die im Libanon für erhebliche Unruhe sorgten. Infolge dieser Vorfälle berichtete die staatliche Nachrichtenagentur NNA von dichtem Verkehr in den betroffenen Gebieten.
Bilder des libanesischen Fernsehsenders Al-Dschadid zeigten eindrucksvoll aufsteigende Rauchwolken über den angegriffenen Orten. Nach Angaben aus libanesischen Sicherheitskreisen wurden sogar Wohnhäuser in Mitleidenschaft gezogen. Ob es bei diesen Vorfällen Opfer gab oder Verletzte zu beklagen sind, bleibt bislang unklar.
Die libanesische Armee verurteilte die wiederholten Angriffe aufs Schärfste und meldete seit der Waffenruhe im letzten November mehr als 4.500 Verstöße seitens Israel. Premierminister Nauaf Salam warf Israel erneut vor, die Waffenruhe systematisch zu missachten, und forderte die internationale Gemeinschaft auf, Druck zu erzeugen, um die anhaltenden Militäraktionen zu beenden.
Seit Jahresende besteht eine Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah, jedoch beschuldigen sich beide Seiten regelmäßig gegenseitig der Verletzungen. Die israelischen Streitkräfte setzen fast täglich Angriffe fort, die angeblich gegen Hisbollah-Stellungen gerichtet sind, was wiederholt zu zivilen Opfern führt. Angesichts dieser Eskalation hatte die libanesische Regierung im August einem US-Plan zugestimmt, zur Entwaffnung der Hisbollah beizutragen.

