Konflikt im Nahen Osten: Eskalation zwischen Huthi und Israel
Der anhaltende Konflikt im Jemen hat eine neue Stufe erreicht, nachdem die proiranische Huthi-Miliz mit Vergeltung für die israelischen Angriffe auf den Flughafen der Hauptstadt Sanaa gedroht hat. In einer öffentlichen Erklärung betonte das politische Büro der Huthi-Miliz, dass die jüngsten Attacken nicht ohne Antwort bleiben würden. Dabei sprach man von einem gemeinschaftlichen Vorgehen, das sowohl Israel als auch die USA einbeziehe, was über den Huthi-nahen Fernsehsender verbreitet wurde. Eine offizielle Reaktion der USA blieb bisher aus.
Befeuert wurde die derzeitige Lage durch den Einschlag einer Huthi-Rakete in der Nähe des Tel Aviver Flughafens Ben Gurion, was Israel dazu veranlasste, mit entsprechenden Gegenschlägen zu drohen. Keine 24 Stunden später folgte der Gegenschlag seitens Israel, das unter anderem den Hafen von Hudaida ins Visier nahm. Die jüngsten Bombardierungen richteten sich gegen Ziele wie den Flughafen in Sanaa, sowie kritische Infrastruktur, etwa Häfen, Zementfabriken und Kraftwerke. Von Seiten der Huthi heißt es, diese Angriffe seien der Versuch einer Belagerung des jemenitischen Volkes.
Seit mittlerweile einem Jahrzehnt ist der Jemen ausgemergelt durch Bürgerkrieg und gespalten. Die Huthi-Miliz, durch iranische Unterstützung gestützt, hält weite Teile des Nordens mit der Hauptstadt Sanaa und der strategisch bedeutsamen Hafenstadt Hudaida, während die vom Westen anerkannte Regierung im Süden des Landes verortet ist.

