Koalitionsverhandlungen zwischen Union und SPD: Ein Marathon mit Fortschritten
Bei den Verhandlungen zur Bildung einer neuen Koalition zwischen Union und SPD gibt es zwar Fortschritte, doch ein Ende scheint noch nicht in Sicht. CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt äußerte die Hoffnung, langsam in die finale Phase einzutreten. Die Gespräche in der SPD-Zentrale Berlin sollen auch am Wochenende fortgesetzt werden, und Beobachter spekulieren über mögliche weitere Verhandlungstage.
SPD-Vize und Sozialminister Hubertus Heil zeigt sich optimistisch, dass Fortschritte erzielt werden, während CDU-Unterhändler Thorsten Frei davon ausgeht, dass die Verhandlungen sich bis in die nächste Woche ziehen könnten. Die Verhandlungen beeinträchtigen schon jetzt parteiinterne Abläufe, etwa die Absage von CDU-Spitzengremiensitzungen, bestätigten Parteiquellen.
Dennoch herrscht Einigkeit darüber, dass man sich einander annähert. "Wir bewegen uns aufeinander zu", so Thorsten Frei, was unter anderem die vom Donnerstag berichtete hohe Dynamik unterstreicht. Dobrindt sieht große Fortschritte kommen und erwartet, dass "ein paar knifflige Aufgaben" am Samstag angegangen werden.
Trotz inhaltlicher Fortschritte bleiben die Verhandlungen durch die angespannte Finanzlage des Bundes herausfordernd. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig von der SPD machte darauf aufmerksam, dass finanzielle Hürden die Diskussionen erschweren. Besonders schwierige Fragen werden in der Regel in kleineren Runden von den Parteichefs direkt verhandelt.

