Klimawandel treibt Versicherungskosten in die Höhe: Amerikanische Hausbesitzer im Risiko
Hausbesitzer in den USA, die in Gebieten mit hohem Risiko für Hurrikans, Waldbrände und andere klimabedingte Bedrohungen leben, zahlen erheblich mehr für ihre Versicherungen im Vergleich zu Bewohnern sicherer Regionen. Eine aktuelle Studie des US-Finanzministeriums verdeutlicht diese Diskrepanz: Die durchschnittlichen jährlichen Prämien in Hochrisikogebieten liegen bei 2.321 USD, was 82% mehr ist als in risikoärmeren Regionen.
Besonders kritisch ist, dass in diesen gefährdeten Gebieten nicht nur höhere Prämien anfallen, sondern auch die Wahrscheinlichkeit steigt, dass Versicherungsunternehmen ihre Kunden absetzen. Grundlage dieser Analyse waren über 246 Millionen Hausversicherungsverträge zwischen 2018 und 2022. Hintergrund dieser Entwicklung sind gestiegene Baukosten und eine Zunahme extremer Wetterereignisse, die eng mit dem globalen Temperaturanstieg verbunden sind.
Die Studie zeigt weiter, dass die durchschnittlichen Versicherungskosten für Eigenheime im genannten Zeitraum 8,7% schneller stiegen als die Inflationsrate. Zu den jüngsten Katastrophen zählen Waldbrände in Los Angeles, die 25 Menschenleben forderten und über 12.000 Häuser zerstörten; die geschätzten versicherten Verluste belaufen sich auf 45 Milliarden USD. Auch Hurrikans, die den Südosten der USA im vergangenen Herbst heimsuchten, verschärfen die Situation. Frühere Katastrophen haben bereits Versicherungsmarktkrisen in Staaten wie Florida und Louisiana verursacht, in denen erschwinglicher Versicherungsschutz schwer zu finden ist.

