Klimagipfel in Brasilien: Ein enttäuschender Minimalkompromiss
Zehn Jahre nach dem wegweisenden Pariser Abkommen fehlt es weiterhin an einem entschlossenen politischen Handlungswillen, um den globalen Ausstieg aus fossilen Energieträgern wie Kohle, Öl und Gas in geordnete Bahnen zu lenken. Die internationale Klimapolitik verharrt in einem Spannungsfeld zwischen der drängenden wissenschaftlichen Realität und den geopolitischen Machtspielen.
Während zumindest zwischenzeitlich Hoffnung auf ambitioniertere Fortschritte bestand, setzten sich am Ende einmal mehr diejenigen Akteure durch, die das Zeitspiel perfektioniert haben. Länder wie Saudi-Arabien und Russland traten unverblümt als Verhinderer auf den Plan.
Die USA, geprägt von der Politik der Trump-Ära, nahmen physisch nicht an der Konferenz teil, beeinflussten jedoch durch Druck auf kleinere Staaten die Abschwächung ihrer Klimapositionen. Das Resultat ist ein enttäuschender Minimalkompromiss: eine freiwillige Initiative zur Beschleunigung von Klimaschutzmaßnahmen.
Weder verbindlich noch überprüfbar, um den globalen Herausforderungen gerecht zu werden. Ein unzureichendes Resultat im Jubiläumsjahr des Pariser Abkommens, das fahrlässig Chancen vertan hat.

