Klimaaktivistin Neubauer: Soziale Aspekte entscheidend für erfolgreiche Verkehrswende
Die Verkehrswende kann nur dann erfolgreich sein, wenn sie neben den klimatischen auch soziale Belange berücksichtigt – so die Kernaussage von Luisa Neubauer, prominentes Gesicht der Klimabewegung Fridays for Future, während ihres Auftritts bei einem Warnstreikposten der Gewerkschaft Verdi in Berlin. Die Aktivistin hob hervor, dass für eine zukunftsfähige und emissionsarme Mobilität nicht nur die Einhaltung von Klimazielen im Fokus stehen muss, sondern auch die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV).
Luisa Neubauer verdeutlichte die Diskrepanz zwischen den ambitionierten Zielen der Bundesregierung – eine Verdoppelung der Fahrgastzahlen im ÖPNV und auf der Schiene bis zum Jahr 2030 – und den aktuellen Arbeitsumständen in diesen Bereichen. Sie stellte die rhetorische Frage in den Raum, wer denn bereit sei, unter den gegebenen Arbeitsbedingungen die gesteigerten Fahrgastzahlen zu bewältigen.
Der Unterstützung seitens Fridays for Future bei der Forderung nach verbesserten Arbeitsverhältnissen im ÖPNV kann ein nachhaltiger Einfluss zugesprochen werden. So verlangt die Gewerkschaft Verdi in den laufenden Tarifverhandlungen, die sich über 15 Bundesländer erstrecken, bedeutende Änderungen zugunsten der Angestellten. Zu den Kernforderungen gehören die Reduktion der Arbeitszeiten ohne Lohneinbußen, ausgedehnte Ruhephasen zwischen Schichten, zusätzliche Urlaubstage und ein erhöhtes Urlaubsgeld.
Die Aktivierung eines Warnstreiks in der aktuellen Tarifrunde manifestiert die Dringlichkeit der Anliegen. Am aktuellen Streiktag ruhte der Betrieb in circa 80 Städten und 40 Landkreisen, was den regulären Ablauf des öffentlichen Nahverkehrs beträchtlich beeinträchtigte und das Engagement für Verbesserungen des Arbeitsumfelds im ÖPNV unterstrich. (eulerpool-AFX)

