Klarer Kurs für Grönland: Johann Wadephul verdeutlicht die Prioritäten
Außenminister Johann Wadephul hat bei seinem Besuch in den USA die Bedeutung des Selbstbestimmungsrechts für die Bewohner Grönlands erneut unterstrichen. Angesichts des Interesses der USA an der arktischen Insel betonte der CDU-Politiker, dass einzig und allein die Grönländer über ihre Zugehörigkeit entscheiden können. Derzeit möchte die Mehrheit der Inselbewohner weiterhin dem Königreich Dänemark angehören, erklärte Wadephul in einem Interview mit den ARD-„Tagesthemen“.
Der Minister wies zugleich die Spekulationen über eine mögliche militärische Annexion Grönlands durch die USA entschieden zurück. Nach seinen Gesprächen, unter anderem mit US-Senator Marco Rubio in Washington, sieht er keinerlei Anzeichen, dass derartige Pläne in Erwägung gezogen werden. Dies sei auch kein realistisches Szenario, bestätigte Wadephul erneut, und unterstrich dabei die solide diplomatische Basis zwischen beiden Nationen.
Allerdings warnte Wadephul davor, dass derartige spekulative Überlegungen den Zusammenhalt im transatlantischen Bündnis beeinträchtigen könnten. Er appellierte an alle Beteiligten, sich auf die Kooperation gegen äußere Bedrohungen zu konzentrieren, statt gegenseitigen Misstraus Platz zu geben. Frieden und Zusammenhalt seien essenziell für die Effektivität und Loyalität des Bündnisses, so der deutsche Außenminister abschließend.

