Kingston IronKey Locker+ 50 G2: Neuer USB-Stick bringt Verschlüsselung auf Enterprise-Niveau für alle
Sensible Daten auf einem USB-Stick zu transportieren, war lange eine Frage des Vertrauens – Vertrauen in ein winziges Stück Hardware, das sich verlieren, stehlen oder kompromittieren lässt. Kingston hat nun die nächste Generation seiner IronKey-Familie vorgestellt, und der Kingston IronKey™ Locker+ 50 G2 macht deutlich, dass echter Datenschutz nicht mehr dem Unternehmensumfeld vorbehalten sein muss. Was diesen Stick von der Masse abhebt, ist bemerkenswert.
Verschlüsselung, die ihren Namen verdient
Das Herzstück des IronKey Locker+ 50 G2 ist eine XTS-AES-256-Bit-Hardwareverschlüsselung – kein softwarebasierter Behelf, sondern echte, im Chip verankerte Absicherung. Ergänzt wird das durch die FIPS-197-Zertifizierung, die durch ein vom amerikanischen NIST autorisiertes Labor vergeben wurde. Das klingt nach Behördenjargon, ist in der Praxis jedoch ein verlässliches Gütesiegel: Es belegt, dass die Verschlüsselung nach streng definierten Industriestandards implementiert und geprüft wurde. Hinzu kommt digital signierte Firmware, die den Stick widerstandsfähig gegen sogenannte BadUSB-Angriffe macht – eine Angriffsmethode, bei der manipulierte Firmware einen USB-Stick in ein getarntes Eingabegerät verwandelt, das im Hintergrund Schadhaftes ausführt. Wer mit vertraulichen Daten hantiert, weiß, wie reell diese Bedrohung ist.
Mehrere Passwörter, kluge Mechanismen
Besonders durchdacht ist das Passwortkonzept des LP50 G2. Du kannst zwischen zwei Modi wählen: dem Komplexmodus, der Passwörter mit 6 bis 16 Zeichen aus mindestens drei verschiedenen Zeichensätzen verlangt, und dem Passphrasenmodus, der Eingaben von 10 bis 64 Zeichen erlaubt – also ganze Sätze, Wortlisten oder schlicht einprägsame Zeichenkombinationen. Beide Modi lassen sich sowohl für ein Administratorkonto als auch für ein separates Benutzerkonto einrichten. Der Administrator kann das Benutzerpasswort bei Bedarf zurücksetzen, ohne die gespeicherten Daten zu gefährden – ein Szenario, das im Unternehmenseinsatz täglich vorkommt. Wer sich beim Eintippen unsicher ist, kann über das „Augen“-Symbol das Passwort sichtbar machen, um Fehleingaben zu vermeiden. Zusätzlich schützt eine virtuelle Tastatur die Passworteingabe vor Keyloggern und Screenloggern. Nach zehn aufeinanderfolgenden Fehleingaben sperrt der Stick das Benutzerkonto; werden auch beim Administratorkonto zehnmal falsche Passwörter eingegeben, löscht das Gerät sämtliche Daten kryptografisch – unwiderruflich.
Solide Hardware, unkomplizierte Handhabung
Das Gehäuse aus Metall in Spacegrau wirkt trotz seiner kompakten Abmessungen von rund 60 mal 18 Millimeter wertig und robust. Eine Anti-Fingerprint-Beschichtung schützt die Oberfläche vor unschönen Abdrücken und alltäglichem Verschleiß. Die Schnittstelle ist USB Typ A mit USB 3.2 Gen 1, was Lesegeschwindigkeiten von bis zu 145 MB/s und Schreibgeschwindigkeiten von bis zu 115 MB/s ermöglicht – flott genug für den täglichen Transfer größerer Dateipakete. Der Stick ist in vier Speichervarianten erhältlich: 32 GB, 64 GB, 128 GB und 256 GB. Eine Installation von Software ist nicht notwendig; der LP50 G2 funktioniert unter Windows 11 und macOS ab Version 13.x direkt nach dem Anschluss. Kingston sichert das Gerät mit einer auf fünf Jahre limitierten Garantie und kostenlosem technischen Support ab – ein Versprechen, das bei einem Produkt dieser Klasse selbstverständlich sein sollte, es aber leider nicht immer ist.


