Karneval statt Küsse: Valentinstagslust der Deutschen nimmt ab
Trotz der traditionell romantischen Stimmung zeigt sich in diesem Jahr eine bemerkenswerte Zurückhaltung bei den deutschen Verbrauchern, wenn es um Valentinstagseinkäufe geht. Eine neue Erhebung des Handelsverbands Deutschland (HDE) verdeutlicht, dass lediglich 20 Prozent der Konsumenten planen, in Blumen, Pralinen oder Kosmetik als Zeichen der Zuneigung zu investieren. Diese Zahl stellt einen Rückgang von acht Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr dar, wie das Handelsforschungsinstitut IFH Köln nach einer Umfrage im Januar mit 500 Teilnehmern zwischen 18 und 69 Jahren berichtet.
Ein wesentlicher Faktor für diese Entwicklung ist der kalendarische Zufall, dass der Valentinstag auf denselben Tag wie der Karnevalssamstag fällt. Somit entscheiden sich viele Menschen eher für Karnevalsausgaben anstelle von romantischen Geschenken. Dies führt dazu, dass der Einzelhandel rund um den Valentinstag mit zusätzlichen Umsätzen von ungefähr 1,18 Milliarden Euro rechnet, was jedoch einen leichten Rückgang im Vergleich zu den 1,3 Milliarden Euro des letzten Jahres darstellt. Umsätze aus Restaurantbesuchen bleiben in dieser Rechnung unberücksichtigt.
Interessanterweise planen 19 Prozent der Käufer dennoch, mehr auszugeben als im Vorjahr, obwohl die Mehrheit konstant bleibt oder weniger investieren möchte. Beliebte Geschenkideen bleiben Blumen, Pflanzen, Gutscheine und Lebensmittel. Aber: Die Konsumenten müssen mit höheren Ausgaben rechnen, insbesondere für Pralinen, die laut dem Statistischen Bundesamt im Preis um etwa 20 Prozent gestiegen sind. Im Gegensatz dazu bleiben die Kosten für Schnittblumen und Zimmerpflanzen stabil.

