Kari Lake: Trumps Stimme für 'Voice of America'?
Der designierte US-Präsident Donald Trump hat in einem überraschenden Schritt Kari Lake aus Arizona als potenzielle neue Leiterin des staatlichen Auslandsrundfunkdienstes 'Voice of America' nominiert. Diese Nachricht teilte der prominente Republikaner auf seiner eigenen Plattform Truth Social der Öffentlichkeit mit. Lake, eine loyale Anhängerin Trumps, muss jedoch noch offiziell von der zukünftigen Spitze der 'U.S. Agency for Global Media' (USAGM) bestätigt werden.
Die USAGM spielt eine entscheidende Rolle bei der Überwachung aller staatlich finanzierten Auslandsrundfunkprogramme der USA und arbeitet unabhängig vom Militär. Trump plant, die Leitung der USAGM bald mit einer neuen Person zu besetzen, wobei diese Position eine Bestätigung durch den Senat erforderlich macht.
Im Kontext seiner Ernennungen betonte Trump, dass Lake und die zukünftige USAGM-Leitung 'eng zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass die amerikanischen Werte von Freiheit und Unabhängigkeit weltweit fair und akkurat vermittelt werden'. Erneut nahm Trump die Gelegenheit wahr, den etablierten Medien Vorwürfe zu machen und sie als 'Fake-News-Medien' zu bezeichnen.
Kari Lake bedankte sich über die Plattform X bei Trump und versprach, dass der Sender unter ihrer Leitung die Errungenschaften der USA global effektiv dokumentieren werde. Kritische Stimmen äußern jedoch Bedenken, dass Trump versuchen könnte, 'Voice of America' für politische Zwecke zu nutzen, eine Sorge, die bereits während seiner ersten Amtszeit bestand.
Traditionsreich als Mittel der 'Soft Power' der USA gedachte, war 'Voice of America' ursprünglich 1942 gegründet worden, um verlässliche Nachrichten in besetzte Gebiete zu senden und Propaganda entgegenzutreten. Kari Lake bringt ihre umfangreiche Erfahrung als frühere Nachrichtensprecherin bei Fox 10 Phoenix mit in diese neue Rolle.
Ihr politischer Werdegang ist ebenso bemerkenswert, auch wenn ihre jüngsten Kandidaturen für politische Ämter erfolglos blieben. Ihre Weigerung, das Ergebnis ihrer Wahlverluste anzuerkennen, sowie ihre Unterstützung von unbelegten Wahlbetrugstheorien haben bereits für Aufmerksamkeit gesorgt.

