Kanada droht Amerikanern mit steigenden Benzinpreisen: Premierministerin von Alberta warnt vor Trumps Zollplänen
Die Premierministerin von Alberta, Danielle Smith, warnt eindringlich vor den wirtschaftlichen Konsequenzen, sollten die USA gemäß den Plänen von Präsident-elect Donald Trump einen 25-prozentigen Zoll auf alle kanadischen Produkte erheben. Sie betonte, dass die ohnehin schon hohen Benzinpreise in den USA dadurch weiter steigen würden, da amerikanische Raffinerien nach alternativen Quellen suchen müssten. Alberta versorgt die Vereinigten Staaten täglich mit 4,3 Millionen Barrel Öl und ist somit ein wesentlicher Bestandteil der amerikanischen Energieversorgung.
Der Ölbedarf der USA liegt bei etwa 20 Millionen Barrel pro Tag, von denen rund 13,2 Millionen Barrel im Inland produziert werden. Etwa 60 Prozent der amerikanischen Ölimporte kommen aus Kanada, was die besondere Abhängigkeit der USA von ihrem nördlichen Nachbarn unterstreicht. Smith betont, dass ein Ausweichen auf andere Lieferanten wie Venezuela, Iran oder Irak mit erheblichen Risiken verbunden wäre und nichts im Vergleich zur stabilen Partnerschaft mit Kanada ist.
Trotz der Absage der Keystone XL Pipeline im Jahr 2021 sieht Smith Chancen, unter Trumps Führung weitere Pipeline-Projekte voranzutreiben. Die Absage hatte Alberta bereits einen milliardenschweren Verlust eingebracht, da die Regierung das Projekt finanziell unterstützte. Zudem verweist Smith auf Kanadas reiche Vorkommen an kritischen Mineralien, die für den Ausbau amerikanischer Datenzentren für Künstliche Intelligenz von großer Bedeutung sind.
Mit dieser wirtschaftlichen Verbindung und Abhängigkeit untermauert Kanada seine Position als unverzichtbarer Partner der USA – allen politischen Herausforderungen zum Trotz.

