Kampf um Ruhestand: Der Fall Georg Bromme
Im Nachgang seiner Verurteilung wegen Untreue kämpft Georg Bromme, der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Miesbach, weiterhin um seine Ruhestandsbezüge. Bereits Ende letzten Jahres entschied das Landgericht München II gegen die Klage des Ex-Bankers, die Streichung einer privatrechtlichen Versorgungszusage rückgängig zu machen. Nun wurde das Verfahren vor dem Oberlandesgericht (OLG) weiter verhandelt, wobei die Anhörung lediglich 15 Minuten in Anspruch nahm. Die Entscheidung soll am 28. Juli verkündet werden.
In der Vergangenheit finanzierte die Sparkasse exzessive Luxusreisen und wertvolle Geschenke für lokale Politiker und Verwaltungsräte, wofür Bromme letztlich verantwortlich gemacht wurde. Diese Verfehlungen führten 2018 zu einem Strafprozess und Brommes Verurteilung zu einem Jahr und acht Monaten auf Bewährung. Trotz mehrfacher juristischer Versuche, das Urteil anzufechten, ist es seit Januar 2023 rechtskräftig. Bromme pocht auf monatliche Ruhestandsbezüge von etwa 12.000 Euro für zunächst einen Monat und könnte zusätzlich bereits erhaltene 14.000 Euro zurückzahlen müssen. Seine gesetzliche Rente bleibt jedoch unberührt.
Ein weiteres tragisches Kapitel in dieser Affäre betrifft den damaligen Miesbacher Landrat, der ebenfalls um seine Pension kämpft. Ein Urteil des Verwaltungsgerichts München sieht den Verzicht auf seine Pension vor, wobei einige Bezüge erhalten bleiben sollen, wie Medien berichten.

