Kampf gegen Rechtsextremismus und AfD - Demonstrationen rütteln auf
Mit großer Entschlossenheit haben zahlreiche Bürgerinnen und Bürger am vergangenen Wochenende in verschiedenen deutschen Städten gegen Rechtsextremismus und die Alternative für Deutschland (AfD) demonstriert. Die Teilnehmerzahlen waren beeindruckend und der Gemeinschaftsgeist spürbar. Doch die Intention der Proteste geht weit über das Zusammenkommen vieler Menschen hinaus.
Die Rechtspopulisten der AfD haben in jedem Fall erreicht, dass nun auch diejenigen, die bisher noch Zweifel hatten, wissen wie diese Partei mit vermeintlichen "Ausländern" umgehen will. Der Fokus liegt jedoch nicht auf der Einschüchterung seitens der Demonstranten - ihre Botschaft ist viel wichtiger: Der Geist des Widerstands ist erwacht und nicht mehr zu ignorieren.
Die Demonstrationen waren eine klare Aufforderung an die Politik auf allen Ebenen dieses Landes. Es bedarf jetzt ganz besonders klarer und entschiedener Maßnahmen gegen den Rechtsextremismus und für den Erhalt unseres demokratischen Zusammenlebens. Vertagungen und Parteienstreit würden lediglich das Gefühl der Ohnmacht bei allzu vielen Menschen verstärken.
Dennoch ist es wichtig anzuerkennen, dass die Demoseite nicht vergebens war – im Gegenteil. Sie hat gezeigt, dass der Wille zum Widerstand vorhanden ist und dass eine breite gesellschaftliche Basis bereit ist, sich für unsere demokratischen Werte einzusetzen. Auch wenn der Weg noch lang ist, so wurden doch die Grundsteine für einen offenen Diskurs und ein einheitliches Vorgehen gelegt.
Es ist nun Aufgabe der Politik, diese Mission fortzuführen und den Kampf gegen Rechtsextremismus und die Ausbreitung der AfD auf allen Ebenen anzugehen. Nur so kann einem Gefühl der Ohnmacht entgegengewirkt und das Vertrauen in unsere Demokratie gestärkt werden. (eulerpool-AFX)

