Kaliforniens Wetterkapriolen: Unwetterwarnungen und Notstand ausgerufen
Nach heftigen Unwettern im Süden Kaliforniens am Heiligabend bleiben die Meteorologen alarmiert: Ein weiteres Tiefdruckgebiet könnte mit mäßigem bis starkem Regen und intensiven Winden das Wetter prägen, bevor sich am Wochenende die Sonne zeigt. Der Nationale Wetterdienst warnt in seiner aktuellen Prognose vor möglichen starken Regenfällen und Sturzfluten.
Bislang haben die Winterstürme in dem normalerweise sonnigen Bundesstaat mindestens drei Menschenleben gefordert, berichtet die "Los Angeles Times". Der Ort Wrightwood, nordöstlich von Los Angeles, war seismisches Epizentrum der Stürme: Hier wurden Häuser im Angel National Forest von Schlamm- und Gerölllawinen erfasst. Straßen sind überflutet oder eingerissen, Autos wurden weggeschwemmt und Bäume entwurzelt – Bilder davon schockieren die Öffentlichkeit.
Parallel dazu kämpften über 58.000 Haushalte mit Stromausfällen, besonders im Bezirk Monterey südlich von San Francisco. In den Höhenlagen, darunter der populäre Lake Tahoe, könnte Schneefall einsetzen, während San Francisco sich hohem Wellengang an der Küste gegenübersieht, wie der "San Francisco Chronicle" berichtet. Über die Weihnachtsfeiertage wurden Evakuierungswarnungen und -anordnungen für mehrere Bezirke herausgegeben.
Besonders betroffen sind Gebiete, die bereits Anfang des Jahres von verheerenden Feuern wie dem "Eaton Fire" und dem "Palisades Fire" heimgesucht wurden. Das aktuelle Wetterchaos, verursacht durch einen "atmosphärischen Fluss" – ein Band feuchtigkeitsgesättigter Luft –, hält die Region in Atem. Zum Jahresbeginn hatten massive Brände in und um Los Angeles über 16.000 Gebäude zerstört und 31 Todesopfer gefordert.
Gouverneur Gavin Newsom hat den Notstand für mehrere Gebiete im Süden Kaliforniens ausgerufen, während die Bürgermeisterin von Los Angeles, Karen Bass, in der Stadt ebenfalls einen lokalen Notstand erklärte. Dies ermöglicht es, zusätzliche Mittel für Einsatzkräfte bereitzustellen, von Wasserrettungen bis zur Koordination sicherer Evakuierungen.

