Junge Menschen sollen trotz Brexit freier zwischen Großbritannien und EU-Staaten reisen können
Der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan spricht sich dafür aus, dass junge Menschen trotz des Brexits wieder freier zwischen den EU-Staaten und Großbritannien reisen können sollten. Besonders junge Menschen seien von dem EU-Austritt Großbritanniens betroffen, so Khan gegenüber der Sonntagszeitung "The Observer". Mittlerweile benötigen Menschen aus Deutschland und anderen EU-Staaten ein Visum, um in Großbritannien zu leben und zu arbeiten. Umgekehrt gilt dies auch für Briten, die ins europäische Ausland ziehen möchten.
Der Bürgermeister kritisiert zudem die Entscheidung der Regierung, das Erasmus-Programm zu verlassen, da dies es für Studenten viel schwieriger gemacht habe, im Ausland zu studieren. Khan spricht sich daher für ein Programm mit der EU aus, das jungen Menschen ermöglichen würde, vorübergehend in London oder umgedreht in der EU zu leben. Er schlägt ein "Youth Mobility Scheme" vor. Khan betont, dass London trotz des EU-Austritts weiterhin eine europäische Stadt bleiben werde: "Auch wenn das Vereinigte Königreich nicht mehr länger Teil der EU ist, ist London eine europäische Stadt und wird es immer bleiben.“
Auch der deutsche Botschafter in London, Miguel Berger, unterstützt ein solches Abkommen. Er betonte vor einigen Wochen gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, dass sie sich "in einer Sondierungsphase" für ein Youth Mobility Scheme befinden, ähnlich wie Großbritannien es mit einzelnen Staaten außerhalb der EU hat. Das Programm sieht vor, dass Menschen zwischen 18 und maximal 35 Jahren bis zu zwei Jahre im Vereinigten Königreich leben und arbeiten können. Dies würde jungen Menschen aus Deutschland und der gesamten EU eine großartige Möglichkeit bieten, für mehrere Monate in Großbritannien zu leben und sich den Lebensunterhalt zu verdienen. (eulerpool-AFX)

