JPMorgan hält an Bitcoin-Kursziel von $266.000 fest

JPMorgan bleibt bei seiner langfristigen Prognose für Bitcoin und hält an einem Kursziel von $266.000 pro Bitcoin fest. Dies geschieht trotz kurzfristiger Stresssignale im Bereich der Mining-Ökonomie und einer weiterhin zurückhaltenden Risikobereitschaft bis 2026.
Die aktuelle Analyse der Bank basiert auf zwei Säulen: einem „weichen“ Boden, der sich an den Produktionskosten von Bitcoin orientiert, und einem Bewertungsmodell, das das potenzielle Marktvolumen von Bitcoin mit privaten Goldinvestitionen auf einer volatilitätsbereinigten Basis vergleicht. Kurzfristig betrachtet JPMorgan den aktuellen Rückgang als einen bekannten Stresstest für Miner. Die Bank schätzt die Produktionskosten für einen Bitcoin auf etwa $77.000, während der Bitcoin-Kurs im gleichen Zeitraum bei etwa $66.229 lag, was für weniger effiziente Betreiber unterhalb der Gewinnschwelle liegt.
JPMorgan bleibt optimistisch für Bitcoin
Historisch gesehen, so JPMorgan, verhalten sich die Produktionskosten eher wie eine „weiche“ Unterstützung als eine feste Grenze. Der Mechanismus ist reflexiv: Bleiben die Preise lange genug unter der Rentabilität, schließen schwächere Miner, die Schwierigkeit passt sich nach unten an und die durchschnittlichen Produktionskosten sinken, wodurch sich das Band über dem Spotkurs verengt.
Die Bank bleibt auch für 2026 optimistisch und stützt sich auf die Idee, dass institutionelles Kapital (nicht der Einzelhandel oder Unternehmensschätze) der marginale Käufer ist, der die Flüsse wieder in Gang setzen kann, wenn sich das makroökonomische Umfeld stabilisiert. JPMorgan äußerte sich positiv zur Prognose für 2026 und erwartet verstärkte Zuflüsse in digitale Vermögenswerte, angetrieben durch institutionelle Investoren.
Das Kursziel von $266.000 wird nicht als Prognose für 2026 betrachtet, sondern als das mathematische Endergebnis eines Gedankenexperiments zur Parität mit Gold. Im Modell der Bank würde eine Angleichung an das Volumen privater Goldinvestitionen (etwa $8 Billionen, ohne Zentralbanken) einen Bitcoin-Preis von etwa $266.000 implizieren, ein Niveau, das die Analysten selbst als „unrealistisch“ für die nahe Zukunft beschreiben.
Die Brücke zwischen „unrealistisch jetzt“ und „möglich später“ ist laut JPMorgan die Volatilität. Die Bank verweist auf ein Bitcoin-zu-Gold-Volatilitätsverhältnis von etwa 1,5, das historisch niedrig ist, und argumentiert, dass der Anstieg des Goldpreises seit Oktober zusammen mit der steigenden Goldvolatilität die relative Attraktivität von Bitcoin auf lange Sicht verbessert hat.
JPMorgans Haltung teilt die Perspektive in zwei Zeitrahmen: ein chaotischer Anpassungsprozess, wenn Bitcoin unter den Produktionskosten bleibt, und eine längerfristige Wette, dass institutionelle Zuflüsse und regulatorische Fortschritte in den USA die Rolle des Vermögenswerts im Vergleich zu Gold bis 2026 neu bewerten können.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wurde Bitcoin bei $66.229 gehandelt.

