Jost Werke plant ambitioniertes Wachstum und höhere Profitabilität bis 2030
Der hessische Nutzfahrzeugzulieferer Jost Werke hat ehrgeizige Pläne für die kommenden Jahre verkündet. Das Unternehmen strebt bis 2030 ein jährliches Umsatzwachstum von über sieben Prozent an, was eine Erhöhung der Einnahmen auf über zwei Milliarden Euro bedeuten würde. Im Vergleich: 2022 lag der Umsatz noch bei 1,2 Milliarden Euro. Bisher hatte Jost für die Jahre 2021 bis 2025 ein moderates Wachstum im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich prognostiziert. Auch in puncto Profitabilität setzt Jost sich neue Ziele. So soll die bereinigte Ergebnismarge vor Zinsen und Steuern strategisch zwischen 10,0 und 12,0 Prozent liegen. Dies ist eine Steigerung um bis zu ein halbes Prozent gegenüber den bisherigen Planungen. Finanzchef Oliver Gantzert betonte, dass dieser Fortschritt nur durch den Beitrag aller Unternehmenssparten und Regionen realisierbar sei. Ein weiteres erfreuliches Signal für die Anleger: Der bereinigte Gewinn je Aktie soll schneller als der Umsatz anwachsen und bis 2030 zehn Euro erreichen — ein stattlicher Zuwachs im Vergleich zu den aktuellen 6,24 Euro. Vorstandschef Joachim Dürr sieht das Unternehmen gut aufgestellt, um von den Trends Automatisierung, Elektrifizierung und autonomes Fahren zu profitieren. Auch Übernahmen stehen auf der Agenda, um neue profitable Umsatzquellen zu erschließen und somit schneller als der Markt zu wachsen. Jost Werke stellt unter anderem Achsen, Lenksysteme, Kupplungen und Stützen für Anhänger und Auflieger sowie Frontlader für Traktoren in der Landwirtschaft her. Diese Kernkompetenzen sollen dem Unternehmen im Transformationsprozess der Branche zugutekommen.

