Japans Wirtschaft überrascht mit kräftigem Wachstum
Japans Wirtschaft hat im vierten Quartal des Vorjahres beeindruckende Zahlen präsentiert und sich als dynamische Kraft auf der globalen Bühne behauptet. Der japanische Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg auf das Jahr hochgerechnet um satte 2,8 Prozent im Vergleich zum vorherigen Quartal, deutlich über den erwarteten 1,1 Prozent. Diese unerwartete Wachstumsrate wurde von einer robusten Investitionstätigkeit der Unternehmen und einem starken Außenhandel getragen, wie die Regierung in Tokio mitteilte.
Im Zeitraum von Oktober bis Dezember 2024 wuchs die Wirtschaft ohne Hochrechnung um 0,7 Prozent, trotz der Herausforderungen einer stagnierenden privaten Nachfrage. Analyst Volkmar Baur von der Commerzbank kommentierte den Verlauf positiv und verwies auf den erheblichen Anstieg der Netto-Exporte, warnte jedoch vor "ein paar Schwachpunkten" in Japans wirtschaftlichen Fundamenten. Ohne den Motor des Außenhandels, so Baur, hätte das Wachstum diese Höhen nicht erreicht.
Trotz der Wachstumsfreuden trübte eine schwache Konsumneigung das Bild. Yuichi Kodama vom Meiji Yasuda Research Institute sieht im inflationären Druck den Hauptfaktor für den Nachfragerückgang der privaten Haushalte. Allerdings könnte das solide Wirtschaftswachstum der Bank of Japan den nötigen Spielraum bieten, die geldpolitischen Maßnahmen zu straffen. Der Yen reagierte positiv auf die Wachstumsnachrichten und setzte seinen Aufwärtstrend fort.

