Israelische Polizei löst Kundgebung gegen den Gaza-Krieg gewaltsam auf
Die israelische Polizei hat am Dienstagabend eine kleine Kundgebung von Gegnern des Gaza-Kriegs gewaltsam aufgelöst. Augenzeugenvideos in den sozialen Medien zeigen, wie Polizisten gewaltsam Schilder mit der Aufschrift 'Stoppt das Massaker!' den Demonstranten entreißen. Israelischen Medien zufolge beruft sich die Polizei bei ihrem Einschreiten darauf, dass der Protest 'die Gefühle der Öffentlichkeit verletzt'.
In Israel sind Demonstrationen gegen den Krieg grundsätzlich erlaubt. Wie es dazu kommen konnte, dass die Polizei in diesem Fall einschritt, wird derzeit untersucht.
Hintergrund des Gaza-Kriegs war das schlimmste Massaker in der Geschichte Israels. Terroristen der Hamas und anderer extremistischer Gruppen hatten am 7. Oktober in der Nähe der Grenze zu Gaza einen grausamen Angriff verübt. Dabei wurden auf israelischer Seite über 1200 Menschen getötet und weitere 250 in den Gazastreifen verschleppt.
Israel reagierte auf den Angriff mit massiven Luftangriffen und einer Bodenoffensive. Seit Kriegsbeginn hat die Zahl der getöteten Palästinenser im Gazastreifen laut der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde über 24.000 erreicht. Es gibt jedoch keine unabhängige Möglichkeit, diese Informationen zu überprüfen.
Die Situation im Nahen Osten bleibt angespannt. Der Konflikt zwischen Israel und der Hamas gilt als einer der härtesten seit Jahren. (eulerpool-AFX)

