Irrglaube: Dränung ersetzt Gebäudeabdichtung
Eine Entlastung durch Entwässerungssystem kann dennoch sinnvoll sein

20. März 2025, 12:46 Uhr · Quelle: Pressebox
Eine Dränanlage kann den Wassereintritt in Keller reduzieren, ersetzt jedoch keine intakte Gebäudeabdichtung. Bei der Wahl einer Drainage sollte die Bauart sowie die Bodenbeschaffenheit berücksichtigt werden, da nur eine funktionierende Abdichtung den Keller dauerhaft trocken hält.

Bergisch Gladbach / Köln, 20.03.2025 (PresseBox) - Eine Dränanlage, auch Dränung oder Drainage genannt, kann das Wasser um ein Haus gezielt ableiten und den Wassereintritt in die Kellerwände reduzieren. Je nach Bauart und Lage eines Gebäudes sowie der umgebenden Bodenbeschaffenheit ist dieses Entwässerungsverfahren angemessen, um den Keller vor Feuchtigkeit zu schützen. Eine intakte Gebäudeabdichtung kann eine Dränung jedoch nicht ersetzen.

„Extreme Wetterbedingungen wie Starkregen haben in den letzten Jahren zugenommen und treffen häufig auf unzulänglich gerüstete und bereits schadhafte Gebäude“, erläutert Dipl.-Ing. Thomas Molitor, stellvertretender Technischer Leiter der ISOTEC-Gruppe mit 85 Fachbetrieben in Deutschland, der Schweiz, Österreich und Spanien. Eine häufig empfohlene Maßnahme ist das Verlegen einer Dränanlage. Doch wann ist sie wirklich sinnvoll?

Dränanlage: Funktion und Einsatzgebiete
Eine Dränanlage leitet aufgestautes Sickerwasser durch ein Rohrsystem in eine Sickergrube oder das Kanalsystem ab und reduziert so den Wasserdruck auf die Kellerwände. Besonders nützlich ist sie für Gebäude in Hanglage oder im Vergleich zur Umgebung in einer Senke sowie für schwellenfreie Übergänge an Terrassen und Balkonen. Doch nicht jedes Gebäude profitiert gleichermaßen. Um zu beurteilen, ob eine Dränung im Einzelfall wirklich Sinn ergibt und erforderlich ist, sollte jedoch ein Fachmann zu Rate gezogen werden. Erachtet er sie als notwendig, werden im Erdreich Stangendränrohre 20 bis 30 Zentimeter unter der Fundamentoberkante in einem mit Vlies ummantelten Kiesbett rund um das Gebäude verlegt. Die Dränrohre verfügen umlaufend über kleine Öffnungen, durch die nach Regenfällen aufstauendes Sickerwasser aufgenommen und abgeführt wird. Es kann demzufolge nicht mehr gegen die Kellerwände drücken.

Ältere Gebäude mit Streifenfundamenten
Bei älteren Gebäuden, die bis Ende der 1960er-Jahre gebaut wurden, ist eine Dränung oft angebracht. Denn diese Häuser verfügen über sogenannte Streifenfundamente, zwischen die nachträglich eine Bodenplatte gegossen wurde. Dadurch kommt es zu Fugen zwischen den Außen- bzw. Innenwänden und dem Bodenaufbau, durch die Wasser eindringen kann. „Hier kann eine Drainage helfen die Wasserbelastung zu reduzieren, sodass es seltener zu Feuchtigkeitsschäden im Bereich der Gründung kommt“, erläutert Molitor.

Neuere Gebäude mit durchgängiger Bodenplatte
Bei neueren Gebäuden sieht die Situation anders aus. „Ab den 1970er-Jahren hat sich in der Bautechnik anstelle der Streifenfundamente die durchgehende Betonbodenplatte etabliert, auf der die Außenwände errichtet werden, die wiederum eine fachmännisch ausgeführte Außenabdichtung erhalten“, erklärt der ISOTEC-Experte. „Daher sollte bei der Überlegung, eine Dränanlage einbauen zu lassen, immer die konkrete Objektbauweise beachtet werden.“

Bodenbeschaffenheit und permanent drückendes Wasser
Neben der Bauart des Gebäudes spielt aber auch die Bodenbeschaffenheit eine wichtige Rolle. Bei gut durchlässigen Böden kann das Wasser ungehindert bis zum Grundwasserspiegel absickern – eine Dränung ist nicht nötig. Das Sickerwasser staut sich nach Regenfällen nicht am Gebäude auf. Auch wenn das Haus dauerhaft drückendem Wasser ausgesetzt ist, hilft sie nur bedingt, weil dann auch das Rohrsystem der Dränanlage komplett im Wasser liegt und das Sickerwasser nicht abgeführt werden kann.

Nur eine intakte Abdichtung schützt
„Entscheidend für die Trockenheit eines Kellers ist letztendende nicht eine Dränung, sondern eine intakte Abdichtung der Kelleraußenwände“, betont Dipl.-Ing. Molitor. Nur sie kann drückendem Wasser standhalten und macht somit eine Dränanlage – bei der heutigen Bauweise mit durchgehender Bodenplatte – überflüssig oder macht sie allenfalls zu einer begleitenden Maßnahme.

Ist die Gebäudeabdichtung nicht intakt und dringt Feuchtigkeit ins Gebäude ein, gibt es je nach Ursache verschiedene Lösungen. Sollte Wasser beispielsweise von unten aus dem Erdreich kapillar im Mauerwerk aufsteigen, ist eine nachträglich eingebrachte Horizontalsperre, am besten mit ISOTEC®-Spezialparaffin, eine seit Jahrzehnten erfolgreich angewandte Problemlösung. Sollte die seitliche Abdichtung der Kelleraußenwände bei älteren Gebäuden gar nicht vorhanden oder bei neueren Gebäuden unzulänglich oder fehlerhaft sein, kommt sowohl eine Außenabdichtung als auch eine Innenabdichtung, jeweils in mehreren Schichten fachmännisch aufgetragen, in Frage. „In beiden Fällen bleibt der Keller nach der Sanierung dauerhaft trocken“, fasst ISOTEC-Experte Molitor zusammen.

Weitere Informationen unter www.isotec.de

Bautechnik
[pressebox.de] · 20.03.2025 · 12:46 Uhr
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