Iran signalisiert Offenheit für US-Investitionen vor Atomgesprächen
Vor den bevorstehenden Gesprächen über das iranische Atomprogramm überrascht die iranische Regierung mit einer ungewöhnlichen Ansage: Sie zeigt sich offen für Investitionen aus den Vereinigten Staaten. Präsident Massud Peseschkian unterstrich, dass Ayatollah Ali Chamenei, der oberste Führer des Iran, keine Einwände gegen amerikanische Investoren habe. Diese Äußerungen wurden von der staatlichen Nachrichtenagentur verbreitet. Der Präsident betonte jedoch, dass man keine Umstürze oder unlauteren politischen Handlungen dulden werde.
Mit Spannung wird das Treffen im Oman erwartet, bei dem Irans Außenminister Abbas Araghtschi und der US-Sondergesandte Steve Witkoff indirekte Gespräche führen werden. Diese Annäherung könnte nach einer langen Stagnation neuen Schwung in die Verhandlungen über das iranische Atomprogramm bringen.
Teheran bleibt in seiner Agenda fokussiert: Bei den Gesprächen soll es ausschließlich um das Atomprogramm gehen, genauer gesagt um Transparenz und die Gewähr der friedlichen Nutzung im Tausch gegen die Aufhebung von Sanktionen. Der Rückzug der USA aus dem Wiener Atomabkommen unter Donald Trump 2018 hat das Vertrauen erschüttert, und die Einhaltung der damaligen Auflagen wurde von iranischer Seite ebenfalls infrage gestellt.
Sejed-Dschalal Firusabadi, Professor an der Allameh-Tabatabai-Universität, mahnte, die USA sollten den Iran nicht unterschätzen. Eine vollständige Demontage des iranischen Atomprogramms sei für den Iran inakzeptabel. Die tiefen Spannungen zwischen den beiden Ländern haben ihren Ursprung in der Islamischen Revolution von 1979, als die US-Botschaft in Teheran besetzt wurde und die diplomatischen Beziehungen einbrachen.

