Investitionsboom treibt Vossloh und Bilfinger zu Rekordhöhen
Die Aktien des Schienentechnikspezialisten Vossloh und des Baudienstleistungsriesen Bilfinger haben im Zuge der milliardenschweren staatlichen Infrastrukturinvestitionen bemerkenswerte Höchststände erreicht. Während im Deutschen Bundestag die Haushaltswoche startete, erklomm Vossloh den höchsten Aktienkurs seit 14 Jahren, und Bilfinger markierte ein neues Allzeithoch.
Die Bilfinger-Aktie gewann am Vormittag beeindruckende 1,5 Prozent und notierte bei 92,80 Euro, während Vossloh sich um 2,6 Prozent auf 88,40 Euro erhöhte. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil kündigte angesichts der bevorstehenden umfangreichen staatlichen Investitionen deutliche Verbesserungen für die Bürgerinnen und Bürger an, während der Haushaltsentwurf sowie die Finanzplanungen bis 2023 eingebracht wurden. Das Finanzministerium plant Investitionen in einer Rekordhöhe von über 115 Milliarden Euro.
Die Quirin Bank überraschte die Märkte am Vorabend mit einer Kurszielanhebung für Vossloh auf stattliche 102 Euro, wobei Analyst Daniel Kukalj eine optimistische Vorreiterrolle einnimmt. Die verstärkte Ausrichtung auf staatliche Infrastrukturinvestitionen führte zu einem signifikanten Anstieg der Börsenumsätze. Kukalj geht davon aus, dass ein Anstieg über 103,70 Euro eine neue Dynamik auslösen könnte, die das Unternehmen über die Milliarden-Euro-Marke heben würde, was besonders für institutionelle Investoren von Interesse wäre.
Seit Jahresbeginn haben sich die Aktien von Vossloh und Bilfinger mehr als verdoppelt. Bilfinger hat viele Analystenziele bereits hinter sich gelassen. Das ambitionierteste Kursziel wurde jüngst von der Metzler Bank mit 100 Euro festgelegt, wobei der aktuelle Kurs nur noch knapp acht Prozent von diesem entfernt ist. Kepler Cheuvreux hob sein Kursziel auf 95 Euro an.

