Inflation in Japan nimmt ab – Regierung unterstützt durch Subventionen
Die jüngsten Daten der japanischen Regierung zeigen einen erfreulichen Trend: Die Inflation im Land schwächt sich dank gesunkener Energiekosten weiter ab. Die Verbraucherpreise, mit Ausnahme frischer Lebensmittel, stiegen im Dezember im Jahresvergleich um 2,4 Prozent. Dies entspricht der niedrigsten Rate seit Oktober 2024 und entsprach den Erwartungen der Analysten.
Im Vergleich zu November, als die Inflationsrate noch bei 3,0 Prozent lag, erweist sich der Rückgang als signifikant. Auch unter Einbeziehung frischer Lebensmittel verzeichneten die Verbraucherpreise im Dezember einen moderateren Anstieg von 2,1 Prozent, während sie im Vormonat noch eine Zunahme von 2,9 Prozent aufwiesen.
Ein entscheidender Faktor für die rückläufige Teuerung ist der markante Rückgang der Energiepreise um 3,1 Prozent. Interessanterweise liegt die Kernrate der Verbraucherpreise, die die volatileren Preisbestandteile wie Energie und Nahrungsmittel ausschließt, mit 2,9 Prozent deutlich höher. Hierbei spielten die im Dezember von der Regierung unter Premierministerin Sanae Takaichi eingeführten Subventionen für Benzin und Diesel eine zentrale Rolle, die Treibstoffkosten signifikant senkten.
Die Bank of Japan entschied sich derweil am Morgen, den Leitzins unverändert auf 0,75 Prozent zu belassen. In ihrer Stellungnahme erklärten die Notenbanker, dass sie die Effekte der letzten Zinserhöhung und die anstehenden vorgezogenen Wahlen zunächst abwarten möchten. Der Regierung unter Premierministerin Takaichi wird nach den Neuwahlen ein größerer politischer Handlungsspielraum prognostiziert, was ihr die Umsetzung ihrer Wachstumsstrategien durch erhöhte Staatsausgaben erleichtern könnte.

