Inflation in der Eurozone fällt überraschend unter die Zwei-Prozent-Marke
Die Inflationsrate in der Eurozone zeigt sich unerwartet entspannt und liegt nun erstmals seit Mai 2025 unter dem Zwei-Prozent-Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB). Laut der aktuellen zweiten Schätzung von Eurostat stiegen die Verbraucherpreise im Dezember lediglich um 1,9 Prozent im Jahresvergleich, eine leichte Korrektur gegenüber der ersten Schätzung von 2,0 Prozent und dem vorhergehenden Novemberwert von 2,1 Prozent.
Ausschlaggebend für diesen Rückgang sind insbesondere die gesunkenen Energiepreise, die im Dezember um 1,9 Prozent sanken. Im Gegensatz dazu erhöhten sich die Preise für Lebens- und Genussmittel um 2,5 Prozent, was zeigt, dass nicht alle Bereiche der Preisentwicklung gleichförmig verlaufen.
Die Kerninflationsrate, die Energie- und Nahrungsmittelpreise ausklammert, verzeichnete ebenfalls einen leichten Rückgang auf 2,3 Prozent, was mit der ersten Schätzung übereinstimmt. Verglichen mit dem Vormonat stiegen die allgemeinen Verbraucherpreise um 0,2 Prozent, während die Kernpreise um 0,3 Prozent zulegten.
Obwohl die EZB im vergangenen Jahr von einer Leitzinserhöhung absah, erwarten Wirtschaftsexperten auch im neuen Jahr zunächst keine Anpassungen der Zinsen, während die EU-Wirtschaft die Effekte dieser moderaten Inflationsentwicklung bewertet.

