IBT mit Process Mining analysieren und optimieren
Wie reale Transportdaten Engpässe, Wartezeiten und ineffiziente Abläufe im innerbetrieblichen Transport sichtbar machen.

08. September 2026, 08:00 Uhr · Quelle: Pressebox
Process Mining macht Abweichungen und Engpässe im innerbetrieblichen Transport anhand realer Ereignisdaten sichtbar.

Stuttgart, 08.09.2026 (PresseBox) - Ein Transportauftrag wird angelegt, einer Tour zugewiesen, am Startpunkt übernommen und schließlich am Ziel quittiert. Auf dem Papier klingt innerbetrieblicher Transport (IBT) geradlinig. In der Praxis entstehen jedoch Abweichungen: Aufträge warten auf ihre Bearbeitung, Transporte nehmen unterschiedliche Wege, Übergaben verzögern sich oder einzelne Stationen entwickeln sich regelmäßig zum Engpass.

Mit COSYS lassen sich diese Transporte bereits digital steuern und lückenlos dokumentieren. Transportaufträge werden zentral erfasst und disponiert, während Mitarbeiter Abholung, Verladung, Auslieferung und Übergabe mobil quittieren. Dadurch entsteht gleichzeitig die Datengrundlage für Process Mining: Statt nur den aktuellen Status eines Transportauftrags zu betrachten, lässt sich untersuchen, wie die internen Transporte tatsächlich ablaufen.

Vom einzelnen Scan zum realen IBT-Prozess

Für Process Mining sind die digitalen Ereignisse entscheidend, die während eines Transportauftrags entstehen. Wird eine Sendung abgeholt, verladen, an einer Station übergeben oder zugestellt, erzeugt der jeweilige Vorgang Prozessdaten. Aktivität, Zeitstempel und eine eindeutige Referenz lassen sich zu einem sogenannten Event Log zusammenführen.

Aus der zeitlichen Reihenfolge dieser Ereignisse rekonstruiert COSYS Process Mining die tatsächlichen Abläufe. Damit wird beispielsweise sichtbar, ob Transportaufträge nach ihrer Erstellung lange auf eine Zuweisung warten, wie viel Zeit zwischen Abholung und Zustellung vergeht oder ob bestimmte Transportwege regelmäßig zusätzliche Prozessschritte verursachen.

Der Unterschied zu einer klassischen Prozessbetrachtung ist erheblich: Verantwortliche müssen nicht aus einzelnen Beobachtungen ableiten, wie der IBT vermutlich funktioniert. Sie können anhand realer Buchungsdaten analysieren, wie er tatsächlich funktioniert.

Process Mining findet Abweichungen hinter den Durchschnittswerten

Ein durchschnittlicher Durchlaufzeitwert allein erklärt noch nicht, warum Transporte verspätet eintreffen. Process Mining geht deshalb tiefer und stellt unterschiedliche Prozessvarianten gegenüber.

Angenommen, Material wird regelmäßig vom Zentrallager in mehrere Produktionsbereiche transportiert. Ein Großteil der Aufträge folgt dem vorgesehenen Ablauf. Bei einem Teil treten jedoch zusätzliche Umlagerungen, Wartezeiten oder Rücktransporte auf. In einer klassischen Gesamtauswertung können diese Fälle im Mittelwert untergehen. Process Mining macht die abweichenden Pfade sichtbar und ermöglicht eine gezielte Ursachenanalyse.

Die Betrachtung kann dabei auf unterschiedliche Ebenen heruntergebrochen werden – etwa auf Gesamtprozesse, einzelne Standorte oder Geräte. Auch Fehleingaben können je nach Analyseziel einbezogen oder ausgeblendet werden. Dadurch lässt sich vom Überblick über die gesamte IBT-Prozesslandschaft bis zur Tiefenanalyse einzelner Auffälligkeiten wechseln.

Leerfahrten, Übergaben und Wartezeiten gezielt untersuchen

Besonders interessant wird Process Mining an den Schnittstellen des internen Materialflusses. Denn Verzögerungen entstehen nicht zwangsläufig während der eigentlichen Fahrt. Ein Transportauftrag kann bereits vor der Abholung warten oder nach der Ankunft am Ziel verzögert übergeben werden.

Die COSYS IBT Software stellt dafür eine umfangreiche operative Datenbasis bereit. Transportaufträge können im COSYS WebDesk priorisiert und Benutzern, Fahrzeugen oder Ladungsträgern zugewiesen werden. Auch feste Touren, spontane Direkttransporte und Rücktransporte lassen sich digital abbilden. Mobile Statusmeldungen machen die einzelnen Bearbeitungsschritte für die Disposition unmittelbar sichtbar.

Process Mining setzt auf diesen Ereignissen auf. Unternehmen können dadurch Transportwege und Routenzeiten vergleichen, wiederkehrende Wartephasen identifizieren und ineffiziente Transportvarianten untersuchen. Auch unnötige Schleifen oder Leerfahrten werden über die Analyse realer Bewegungsabläufe besser erkennbar.

Smart Locker können Übergaben aus dem Transportprozess entkoppeln

Zeigt die Analyse beispielsweise, dass Transporte am Ziel regelmäßig auf einen verfügbaren Empfänger warten, kann eine organisatorische Änderung sinnvoller sein als eine schnellere Route. Für geeignete Güter, Betriebsmittel, IT-Equipment oder Dokumente können COSYS Smart Locker als definierter Übergabepunkt in den IBT eingebunden werden.

Der Transportmitarbeiter lagert die Sendung in ein zugewiesenes Fach ein, während der Empfänger sie später selbstständig entnimmt. Die Locker-Nutzung erzeugt wiederum Prozessdaten. Belegungsdauer, Durchlaufzeiten und Auslastung können damit ebenfalls in die Bewertung der Inhouse-Logistik einfließen.

Process Mining unterstützt somit nicht nur dabei, einen Engpass festzustellen. Die Daten helfen auch zu beurteilen, an welcher Stelle eine Prozessänderung tatsächlich ansetzen sollte.

COSYS verbindet operative Steuerung und Prozessanalyse

Der besondere Mehrwert entsteht durch die Verzahnung innerhalb der COSYS Intralogistik-Plattform. Process Mining ist kein losgelöstes Analysewerkzeug, das erst nachträglich mit Daten versorgt werden muss. Die operativen COSYS Lösungen erzeugen bei der täglichen Arbeit bereits die Ereignisdaten, auf denen die Analyse aufbauen kann.

Im COSYS WebDesk laufen Auftragssteuerung, Administration, Business Intelligence, Process Mining und weitere Plattformfunktionen zusammen. Zusätzlich können Hardwaredaten von MDE-Geräten oder Scannern einbezogen werden. Damit lässt sich beispielsweise untersuchen, ob auffällige Prozesszeiten mit bestimmten Geräten, Standorten oder operativen Abläufen zusammenhängen.

Business Intelligence ergänzt diese Tiefenanalyse um Kennzahlen und Dashboards. So lassen sich unter anderem Transportdurchlaufzeiten, Wartezeiten und Stationsauslastungen beobachten. Process Mining zeigt anschließend die Prozesspfade hinter diesen Kennzahlen. Zusammen entsteht aus der reinen Transportdokumentation eine datenbasierte Steuerungs- und Optimierungsgrundlage.

Vom digitalisierten IBT zum kontinuierlich optimierten Materialfluss

Wer innerbetriebliche Transporte nur digital dokumentiert, weiß, was passiert. Wer die dabei entstehenden Ereignisdaten systematisch analysiert, kann zusätzlich erkennen, warum Prozesse unterschiedlich laufen und wo Verbesserungen ansetzen müssen.

COSYS verbindet dafür IBT-Software, mobile Datenerfassung, Track and Trace und Transportsteuerung mit Business Intelligence, Process Mining und Prozessdatenanalyse. Ergänzend können Lagerverwaltung, Behältermanagement, Smart Locker, Hardware, MDE-Services und COSYS MDM in dieselbe Lösungslandschaft eingebunden werden.

Sie steuern bereits zahlreiche interne Transportaufträge und möchten wissen, wo Zeit, Kapazität oder unnötige Transportwege verloren gehen? COSYS prüft gemeinsam mit Ihnen, welche Prozessdaten vorhanden sind und wie sich daraus belastbare Optimierungspotenziale für Ihren IBT ableiten lassen. Vereinbaren Sie einen Process-Mining-Readiness-Check unter [email protected] oder +49 5062 900 0.

Intralogistik / Process Mining / Transportmanagement / Materialfluss / Intralogistik-Plattform
[pressebox.de] · 08.09.2026 · 08:00 Uhr
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