Iberdrola verankert sich mit Windanker im Offshore-Wachstum
Vor den Küsten Rügens hat der spanische Energiekonzern Iberdrola mit dem Bau seines neuesten Offshore-Windparks begonnen. Der Startschuss fiel mit dem Setzen des ersten Pfahl-Fundaments für das Projekt Windanker. Windanker gesellt sich zu den bereits bestehenden Windparks Wikinger und Baltic Eagle und bildet gemeinsam den sogenannten Baltic Hub.
Bei voller Kapazität soll diese Windparkformation vor Rügen eine beeindruckende Leistungskapazität von 1,1 Gigawatt erreichen, was theoretisch den Strombedarf von rund 1,1 Millionen Haushalten decken könnte. Allein Windanker wird nach seiner Fertigstellung voraussichtlich 315 Megawatt der Gesamtleistung beisteuern. Die Inbetriebnahme ist für Ende 2026 geplant. In den Bau und die Entwicklung des Baltic Hub investiert Iberdrola rund 3,5 Milliarden Euro.
Derzeit sind, laut der Beratungsagentur Deutsche Windguard, in der deutschen Ostsee Windkraftanlagen mit einer Leistungsstärke von insgesamt 1,8 Gigawatt installiert, was erheblich weniger ist im Vergleich zur deutschen Nordsee mit 7,4 Gigawatt. In der Ostsee sind sechs Windparks bereits aktiv. Zusätzlich zu Windanker sind ein weiterer Park nahe Rügen mit 1 Gigawatt und ein Projekt 15 Kilometer nördlich der Halbinsel Darß mit 977 Megawatt in Planung.

