Hyperliquid (HYPE) plant Einführung eines nativen Tokens mit neuem Upgrade

Hyperliquid (HYPE), eine der größten dezentralen Börsen im Kryptobereich, bereitet ein bedeutendes Upgrade vor, das die Art und Weise, wie neue Projekte Tokens auf ihrer Plattform einführen, verändern könnte.
Neuer Vorschlag von Hyperliquid
Der Vorschlag, bekannt als HIP-6, wurde von James Evans von Reciprocal Ventures auf sozialen Medien geteilt. HIP-6 sieht eine erlaubnisfreie Token-Launch-Auktion für neue HIP-1-Assets vor, die speziell für Teams entwickelt wurde, die Tokens direkt auf Hyperliquid ausgeben möchten.
Das System passt das kontinuierliche Clearing-Auktionsmodell von Uniswap an, um innerhalb der zentralen Limit-Order-Buch-Umgebung (CLOB) von Hyperliquid zu funktionieren, sodass Token-Launches nativ innerhalb der Infrastruktur der Börse stattfinden können.
Derzeit ermöglichen HIP-1 und HIP-2 bereits die erlaubnisfreie Token-Bereitstellung und automatisierte Liquiditätsbereitstellung, jedoch bestehen noch Lücken bei der Kapitalbildung und Preisfindung.
Teams, die Tokens auf Hyperliquid einführen, müssen oft außerhalb der Kette Finanzierung sichern, manuell eigene Liquidität bereitstellen oder Tokens in relativ dünne Orderbücher freigeben.
Diese Einschränkungen haben dazu geführt, dass Hyperliquid trotz seiner technischen Stärken noch nicht die gleiche Funktionsvielfalt wie andere leistungsstarke Ökosysteme und Börsen bei anfänglichen Token-Angeboten erreicht hat.
HIP-6 soll diese Lücke schließen, wobei die Teilnahme für Projekte optional bleibt. Durch die Integration von Kapitalbeschaffung und Liquiditätsbereitstellung in einen einzigen On-Chain-Prozess soll der Vorschlag den Gründern den Prozess erleichtern.
Die während der Auktion gesammelten Mittel würden automatisch zwischen dem Token-Emittenten und der Liquiditätsbereitstellung über HIP-2 aufgeteilt, was den operativen Aufwand und die Abhängigkeit von externen Vereinbarungen reduziert.
Auktionsstruktur und Wachstum des Ökosystems
Ein zentraler Bestandteil des Vorschlags ist der Ansatz zur Preisfindung. Anstelle einer einmaligen Auktion, die anfällig für Timing-Strategien ist, verwendet HIP-6 eine kontinuierliche Clearing-Auktion, die sich über mehrere Blöcke erstreckt.
Diese Struktur soll einen fairen Marktpreis ermitteln und das „Sniping“ und Last-Minute-Gebotsverhalten minimieren, das oft bei traditionellen Token-Launches zu beobachten ist.
Das Upgrade zielt auch darauf ab, das breitere Ökosystem rund um Hyperliquid zu stärken. Durch die Schaffung von Nutzen für abgestimmte Quote-Assets könnte HIP-6 zu einem höheren Total Value Locked (TVL) in diesen Assets beitragen und Erträge für den Assistance Fund der Plattform generieren.
Während HIP-6 regelt, wie neue Tokens Mittel beschaffen und anfängliche Liquidität etablieren, bestimmt es nicht, wie diese Tokens langfristigen Wert schaffen oder wie ihre Governance-Systeme funktionieren.
Mechanismen wie Umsatzbeteiligung, Rückkäufe, Staking-Belohnungen, Treasury-Überwachung oder Stimmrechte würden den einzelnen Projekten überlassen bleiben.
Ebenso müssten Token-Inhaberschutzmaßnahmen wie Treasury-Sperren, Anforderungen an die On-Chain-Transparenz oder Vesting-Zeitpläne, die sowohl Käufer als auch Teamzuteilungen betreffen, auf dem HIP-6-Framework aufgebaut werden.
Das erklärte Ziel des Vorschlags ist es, den anfänglichen Auktionsprozess so effizient und gerecht wie möglich zu gestalten, wobei die Gestaltung nach dem Launch der Kreativität der Hyperliquid-Community überlassen bleibt.
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels wurde HYPE, der native Token der Plattform, bei $27.430 gehandelt, was einem Rückgang von 3% gegenüber den vorherigen 24 Stunden entspricht.

