Hyperliquid bestätigt: Ehemaliger Mitarbeiter hinter HYPE-Short-Aktivitäten

Hyperliquid hat bestätigt, dass ein kürzliches großes Shorting-Ereignis, das den nativen HYPE-Token betrifft, mit einem ehemaligen Mitarbeiter in Verbindung steht, der im ersten Quartal 2024 wegen Insiderhandels entlassen wurde.
Hintergründe zum HYPE-Dumping
Die Enthüllung erfolgt vor dem Hintergrund verstärkter Untersuchungen der Community, nachdem ungewöhnlich große Short-Positionen auf der Plattform aufgetaucht waren. Diese hatten zunächst Spekulationen ausgelöst, dass große "Wal"-Händler oder interne Akteure verantwortlich sein könnten. Ein On-Chain-Analyst erklärte, dass Wallets, die mit der Adresse 0x7Ae4 verbunden sind, weiterhin aktiv HYPE-Short-Positionen direkt im Protokoll halten.
On-Chain-Daten zeigten auch, dass 0x7Ae4 zunächst über das Arbitrum-Netzwerk von der Wallet 0xA2c5 finanziert wurde, die später Gelder an die Adresse 0x5a62 im Polygon-Netzwerk transferierte. Diese Polygon-Adresse scheint mit umfangreichen Aktivitäten auf Polymarket unter dem Kontonamen "trytings" verbunden zu sein. Zwischen September und November erhielt 0x5a62 etwa $66.000 in USDC von Hyperliquid.
Am 17. Dezember, fünf Tage vor der öffentlichen Klarstellung des Unternehmens, zahlte dasselbe Wallet etwa $53.000 USDC zurück an Hyperliquid und eröffnete gehebelte Short-Positionen im Wert von insgesamt etwa $223.000. Dazu gehörten ein $180.000 HYPE-Short mit 10-facher Hebelwirkung und ein $43.000 Bitcoin-Short mit 40-facher Hebelwirkung, während rund $63.000 als freie Marge verblieben.
Hyperliquid-Mitbegründer Iliensinc erklärte, dass es Mitarbeitern und Auftragnehmern untersagt ist, HYPE-Derivate zu handeln, sei es long oder short, und Verstöße führen zur sofortigen Kündigung. Diese Richtlinie soll Verantwortlichkeit sicherstellen und die langfristige Gesundheit des Ökosystems unterstützen.
Reaktion auf Solvenz- und Transparenzvorwürfe
In einer verwandten Entwicklung wies Hyperliquid kürzlich als faktisch falsch bezeichnete Behauptungen in einem Artikel zurück und bekräftigte, dass das Protokoll vollständig solvent, transparent und dezentralisiert ist. Die Plattform erklärte, dass alle USDC auf HyperCore nachweislich on-chain erfasst sind und der Bericht es versäumte, native HyperEVM USDC-Salden einzubeziehen.
Es wurden auch Vorwürfe der rückwirkenden Volumenmanipulation, spezieller Benutzerprivilegien und "Godmode"-Kontrollen zurückgewiesen. Hyperliquid stellte klar, dass die zitierten Funktionen nur im Testnetz existieren oder missinterpretiert wurden. Der gesamte Zustand der Plattform, einschließlich Aufträgen, Trades, Gebühren und Liquidationen, ist öffentlich überprüfbar für jeden, der einen Node betreibt.

