Horizon 3 liegt in weiter Ferne: Guerrilla Games konzentriert sich vollständig auf Hunters Gathering
Fast vier Jahre sind seit Horizon Forbidden West vergangen, doch Aloy-Fans müssen sich offenbar auf eine noch längere Wartezeit einstellen. Guerrilla Games hat kürzlich Horizon Hunters Gathering enthüllt – einen Drei-Spieler-Koop-Jäger für PS5 und PC, der allerdings nicht das ersehnte narrative Einzelspieler-Sequel darstellt. Die bittere Wahrheit, die Jason Schreier von Bloomberg nun bestätigte: Horizon 3 ist noch sehr weit entfernt, während „die meisten“ Mitarbeiter des Studios an Hunters Gathering arbeiten. Diese Nachricht dürfte bei eingefleischten Fans für Ernüchterung sorgen, denn das bedeutet, dass Aloys nächste große Geschichte womöglich erst in mehreren Jahren erzählt wird. Stattdessen fokussiert sich das niederländische Studio vollständig auf sein kooperatives Live-Service-Experiment – ein riskanter Schwenk in einer Zeit, in der Sonys Multiplayer-Initiativen zunehmend ins Straucheln geraten.
Schreiers Bestätigung und Guerrillas strategische Prioritäten
Auf der Social-Media-Plattform Bluesky bestätigte Jason Schreier unmissverständlich, dass Horizon 3 noch lange auf sich warten lassen wird. Ein Nutzer fragte, ob die Ankündigung von Hunters Gathering bedeute, dass das Sequel erst in ferner Zukunft erscheinen werde – Schreier bejahte und fügte hinzu: „Ich glaube, die meisten im Studio arbeiten daran.“ Diese Aussage unterstreicht, dass Hunters Gathering nicht bloß ein kleineres Nebenprojekt darstellt, sondern die Hauptpriorität von Guerrilla Games für die absehbare Zukunft bildet. Game Director Arjan Bak bestätigte zudem, dass die Erzählung von Hunters Gathering vollständig kanonisch ist und sich nach dem Launch durch zusätzliche Inhaltsupdates weiterentwickeln wird. Diese Expansion der Narration über reguläre Updates hinweg signalisiert einen langfristigen Entwicklungsplan, der personelle Ressourcen über Jahre hinweg bindet – Ressourcen, die folglich nicht für Horizon 3 verfügbar sind.
Sonys hartnäckiges Festhalten an Live-Service trotz Rückschlägen
Die strategische Entscheidung, Guerrilla Games auf ein kooperatives Live-Service-Projekt zu verpflichten, wirkt angesichts von Sonys jüngster Erfolgsbilanz in diesem Segment gewagt. Concord erwies sich als spektakulärer Flop, mehrere Live-Service-Titel wurden sang- und klanglos eingestellt, und das mysteriöse Fairgame$ bleibt weiterhin verschollen. Dennoch zeigt Sony keine Anzeichen, von dieser Strategie abzurücken – verständlicherweise, denn Helldivers 2 floriert nach wie vor und generiert kontinuierliche Einnahmen. Bungies Marathon steht zudem für März auf dem Plan und könnte das Portfolio weiter stärken. Für Guerrilla bedeutet dies jedoch, dass das Studio seine bewährte Einzelspieler-Expertise vorübergehend zurückstellen muss, um sich in das unsichere Terrain des kooperativen Multiplayer-Gamings zu wagen – ein Terrain, auf dem bereits zahlreiche Studios gescheitert sind.
Hunters Gathering und der steinige Weg nach vorne
Guerrilla Games scheint sich der Herausforderungen durchaus bewusst zu sein. Das Studio kündigte an, Hunters Gathering gemeinsam mit der Community aufzubauen, beginnend mit einem geschlossenen Playtest Ende Februar 2026 auf PS5 und PC. Diese transparente Herangehensweise deutet darauf hin, dass man aus den Fehlern anderer Sony-Studios lernen möchte – insbesondere aus Concords katastrophalem Launch ohne ausreichendes Community-Feedback. Die Tatsache, dass Guerrilla explizit betont, das Spiel „zusammen mit den Fans“ zu entwickeln, könnte entscheidend sein für den Erfolg oder Misserfolg dieses Experiments. Sollte Hunters Gathering floppen, könnte dies nicht nur Jahre an Entwicklungszeit verschwendet haben, sondern auch die Veröffentlichung von Horizon 3 noch weiter verzögern, während das Studio sich neu orientiert.

