Historisches Handelsabkommen zwischen den USA und Großbritannien belastet deutsche Anleihekurse
Die Aussicht auf Entspannung im internationalen Handelskonflikt hat am Donnerstag Druck auf deutsche Staatsanleihen ausgeübt. Der Euro-Bund-Future, als wichtiger Indikator am Markt, verlor 0,35 Prozent und notierte bei 131,10 Punkten. Im Gegenzug erhöhte sich die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen auf 2,51 Prozent.
Mit einem bedeutenden Schritt nach vorne verkündeten die Vereinigten Staaten und Großbritannien eine neue Handelsvereinbarung. US-Präsident Donald Trump äußerte sich lobend über das 'historische Abkommen' mit einem der engsten Alliierten der USA. Der britische Premier Keir Starmer war per Telefonkonferenz an der Presseankündigung im Weißen Haus beteiligt. Beide Regierungschefs unterstrichen die Notwendigkeit, in den kommenden Wochen die genauen Vertragsbedingungen auszuarbeiten.
Besonders der Agrarsektor könnte von einem erweiterten Marktzugang profitieren, so Trump. Parallel dazu wächst die Erwartung unter den Marktteilnehmern, dass ähnliche Handelsverträge auch mit weiteren Staaten möglich werden. Diese Entwicklungen setzten nicht nur die deutschen, sondern auch die britischen Anleihemärkte unter Druck. Hintergrund ist die Hoffnung auf eine Auflösung der Unsicherheiten, die der Handelskonflikt in der Vergangenheit hervorgerufen und insofern die Nachfrage nach sicheren deutschen Anleihen gestärkt hatte.

