Historisches Comeback: Deutsche Stahlindustrie mit starkem Jahresauftakt
Die deutschen Stahlkonzerne Salzgitter und Thyssenkrupp setzen ihren beeindruckenden Wachstumskurs fort und starten kraftvoll ins Jahr 2026. Salzgitter verzeichnete einen Kursanstieg von nahezu 8 Prozent und erreichte damit ein Preisniveau von 43,28 Euro, was dem höchsten Stand seit April 2022 entspricht. Auch Thyssenkrupp blieb nicht zurück und verbesserte seinen Aktienkurs um über 4 Prozent auf 9,67 Euro, was ihn in die Nähe des oberen Endes der aktuellen Handelsspanne katapultierte.
Im Jahr 2025 konnten die Salzgitter-Aktien mit einem bemerkenswerten Kurszuwachs von 153 Prozent den dritten Platz im SDax-Nebenwerte-Index erklimmen. Sowohl Salzgitter als auch Thyssenkrupp profitieren von den optimistischen Erwartungen an eine Wiederbelebung der deutschen Wirtschaft sowie den geplanten Schutzmaßnahmen der EU-Kommission zugunsten der europäischen Stahlindustrie. Besonders die Unterbindung von Billigimporten subventionierten chinesischen Stahls ist hier von Bedeutung. Salzgitter wird zusätzlich von seiner Zertifizierung als Hersteller von Panzerstahl gestützt, was neue Rüstungsperspektiven eröffnet hat.
Ein weiterer Auftrieb kommt durch die positive Entwicklung von Aurubis, an dem Salzgitter knapp 30 Prozent beteiligt ist. Die hohe Nachfrage nach Kupfer, das als Schlüsselelement für erneuerbare Energietechnologien und Elektromobilität gilt, brachte dem Hamburger Konzern zur Jahreswende ein neues Rekordhoch ein. Mit einem Aktienkurs von 125,40 Euro verbuchte Aurubis zuletzt ein solides Plus von fast einem Prozent.
Thyssenkrupp setzte 2025 mit einem Kursanstieg von fast 215 Prozent sogar neue Maßstäbe im MDax und profitierte dabei nicht nur von wirtschaftlichen Erholungsaussichten, sondern auch von der erfolgreichen Abspaltung ihres Marineschiffbauzweigs TKMS, welcher durch den Rüstungsboom zusätzliche Aufmerksamkeit erfuhr.
Auch ArcelorMittal konnte positive Entwicklungen verzeichnen, als die Aktien an der Euronext um etwa ein Prozent zulegten, nachdem sie bereits im Vorjahr kräftige Kursgewinne verzeichnet hatten.

