Historische Einigung im Gaza-Konflikt: Israel und Hamas erzielen Durchbruch
Die Nachricht von einer Einigung zwischen Israel und der Hamas zur Beendigung des Gaza-Konflikts sorgt für Aufatmen in der Region. Kernpunkte der Vereinbarung sind die Freilassung der im Gazastreifen entführten Geiseln und der Rückzug der israelischen Streitkräfte auf eine vereinbarte Linie. Diese Entwicklung steht jedoch noch unter dem Vorbehalt der offiziellen Zustimmung der israelischen Regierung unter Premierminister Benjamin Netanjahu.
Am Nachmittag traf sich das Sicherheitskabinett, gefolgt von der Regierungssitzung, um über das Abkommen zu entscheiden. Während Netanjahus rechtsextremer Koalitionspartner Bezalel Smotrich das Abkommen ablehnt, ist dennoch mit einer klaren Mehrheit für die Vereinbarung und das Inkrafttreten der Waffenruhe zu rechnen.
Nur wenige Tage nach Beginn der Verhandlungen unter Vermittlung von Ägypten, Katar, der Türkei und den USA in Scharm el Scheich verkündete US-Präsident Donald Trump überraschend einen Durchbruch. Netanjahu und die Hamas bestätigten die erste Phase eines Friedensplans, der einen Ausweg aus dem Konflikt bieten könnte.
In Israel führte die Ankündigung zu großer Freude, insbesondere auf dem 'Platz der Geiseln' in Tel Aviv. Doch die Euphorie wird von Vorsicht begleitet, da ein reibungsloser Ablauf der Vereinbarung noch abzuwarten bleibt.
Ein Einwohner des Gazastreifens sprach von überwältigenden Emotionen, die zwischen Freude und Trauer schwanken. Derzeit sind noch 48 Geiseln im Gazastreifen, von denen nach Informationen Israels 20 am Leben sind.
Israel plant im Gegenzug die Freilassung von palästinensischen Häftlingen. Die USA betonen die Priorität der Geiselbefreiung, bevor es in weiteren Verhandlungen um langfristige Friedensbedingungen geht.
Eine internationale Stabilisierungstruppe soll später die Sicherheit in der Region gewähren. Völlig unklar ist, wann und wie die Freilassung der Geiseln vonstattengehen soll, welche palästinensischen Häftlinge freigelassen werden und wie die Zukunft der politischen Teilhabe der Hamas aussieht.
Die Einigung fand auch international Anklang. Bundeskanzler Friedrich Merz äußerte sich optimistisch, während EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen schnelle humanitäre Hilfe und Wiederaufbauunterstützung versprach. Arabische Staaten wie Ägypten und Saudi-Arabien lobten den Fortschritt und äußerten Hoffnungen auf eine friedlichere Zukunft.

