Hintergrund: Flüchtlinge in Deutschland und Europa

03. Januar 2015, 16:43 Uhr · Quelle: dpa

Berlin (dpa) - Im Mittelmeer treiben Schiffe mit hilflosen Flüchtlingen, in Deutschland wird über Asylbewerber gestritten. Zahlen und Fakten:

- 181 453 Menschen beantragten von Januar bis November 2014 Asyl in Deutschland (plus 57 Prozent im Vergleich zum selben Zeitraum 2013).

- Die meisten Menschen kamen aus Syrien, Serbien und Eritrea.

- Abgelehnt wurden die Anträge von 38 306 Menschen. Weitere 26 842 wurden als Flüchtlinge (laut Genfer Flüchtlingskonvention) anerkannt.

- Die Verteilung von Asylbewerbern auf die Bundesländer richtet sich nach Steuereinnahmen und Bevölkerungszahl («Königsteiner Schlüssel»).

- Die höchste Aufnahmequote für 2015 hat Nordrhein-Westfalen mit rund 21,2 Prozent, die niedrigste Bremen mit 0,9 Prozent.

- Das Asylbewerberleistungsgesetz regelt die Versorgung der Menschen.

- Der Bund will in diesem Jahr 500 Millionen Euro für Aufnahme, Unterbringung, Versorgung und Gesundheit von Asylbewerbern an Länder und Kommunen geben. Bei andauerndem Bedarf sind es 2016 nochmal so viel. Die Hälfte sollen die Länder binnen 20 Jahren zurückzahlen.

- In der Europäischen Union (EU) beantragten im dritten Quartal 2014 insgesamt 176 960 Menschen Asyl, in Deutschland waren es 56 105 - so viel wie in keinem anderen EU-Land.

- Den größten Anteil im Verhältnis zur Einwohnerzahl hatte Schweden mit 2925 Asylbewerbern pro eine Million Einwohner. In Deutschland waren es nur 695.

Flüchtlinge / Asyl
03.01.2015 · 16:43 Uhr
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