Trump und Xi auf Schmusekurs: Einigung auf dem Prüfstand
Im jüngsten Aufeinandertreffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Chinas Präsident Xi Jinping wurde eine Teileinigung im Handelsstreit verkündet, ohne dass es zu einem umfassenden Durchbruch kam. Während einige Fortschritte erzielt wurden, bleiben etliche Punkte weiter unklar. Eine bemerkenswerte Annäherung zeigt sich in den Exportkontrollen von Seltenen Erden. Trump erklärte, dass diese Hindernisse von chinesischer Seite für ein Jahr aufgehoben werden, mit der Möglichkeit einer Verlängerung. China hatte zuvor strikte Vorschriften bezüglich dieser seltenen Rohstoffe, die essenziell für Hightech-Produkte sind, insbesondere in der Rüstungs- und Elektronikindustrie. Die USA verpflichten sich im Gegenzug, Exportbeschränkungen für chinesische Unternehmen zurückzunehmen. Xi betonte die Notwendigkeit einer langfristigen Zusammenarbeit, um den Teufelskreis gegenseitiger Vergeltungsmaßnahmen zu vermeiden.
Auch die Zölle wurden seitens der USA neu justiert. Trump kündigte eine 10-prozentige Senkung der Fentanyl-Zölle auf chinesische Produkte an, die zuvor aufgrund der Fentanyl-Krise in den USA erhöht worden waren. Diese Anpassung, so Trump, sorgt nun für ein Tarifsystem, das chinesische Importe mit 47 Prozent belegt. Eine weitere positive Entwicklung verbuchen amerikanische Sojabohnen-Farmer. China will den Einkauf "enormer" Mengen an Agrarprodukten wieder aufnehmen, eine Entscheidung, die besonders politisch relevant für Trump ist. In der Vergangenheit hatte China die Importe gestoppt und auf andere Lieferanten wie Brasilien gesetzt.
Trotz dieser positiven Signale bleibt das Treffen von Unsicherheiten geprägt. Bei den Verhandlungen zu Computer-Chips, einem bedeutenden Sektor im Technologiestreit, konnte noch keine Einigung erzielt werden. Trump hob die strategische Gesprächsbereitschaft Chinas mit US-Chipherstellern wie Nvidia hervor, ohne jedoch konkrete Ergebnisse zu präsentieren. Auch die Probleme rund um den Verkauf des US-Geschäfts der populären Videoplattform Tiktok stehen noch aus. Chinas Handelsministerium signalisiert, Lösungen für die angestrebte Abspaltung von der chinesischen Muttergesellschaft Bytedance finden zu wollen, doch konkrete Fortschritte blieben aus.
Schlussendlich zeigt China Interesse an amerikanischen Energieressourcen. Geplant sind wohl größere Importe von Öl und Gas aus den Vereinigten Staaten, wobei speziell die Förderung aus Alaska thematisiert wurde. Beide Nationen bekräftigten, den Dialog in den Bereichen Handel und Energie weiter intensivieren zu wollen.

