Herausforderungen der Sicherheit: Berliner Stromnetz verstärkt Schutzmaßnahmen
Das Berliner Stromnetz, eine eindrucksvoll verzweigte und im Stadtbild allgegenwärtige Infrastruktur, bleibt auch nach einem jüngsten, potenziell linksextremen Angriff in einem gewissen Maße verwundbar. Erik Landeck, Geschäftsführer von Stromnetz Berlin, äußerte sich hierzu im Innenausschuss und betonte, dass trotz bestehender Maßnahmen eine vollständige Absicherung derart komplexer Strukturen kaum realisierbar sei.
Eine besonders ins Visier genommene Kabelbrücke in Zehlendorf war zwar bereits physisch gesichert und unter regelmäßiger Beobachtung durch Wachpersonal, dennoch plant man, die Schutzmaßnahmen weiter zu intensivieren. Landeck resümierte, dass das Stromnetz ursprünglich nicht für derartige Angriffe, sondern primär zur Bewältigung technischer Störungen konzipiert wurde. Ein Projekt zur Entflechtung der Stromleitungen, bei dem diese auf unterschiedlichen Routen geführt werden, um etwaige Zerstörungen zu vermeiden, ist bereits in Umsetzung.
Um neuralgische Punkte zukünftig robuster abzusichern, wird das Thema Sicherheit bei Genehmigungen und Investitionen zunehmend an Bedeutung gewinnen. So wurde das Wachpersonal bereits im Jahr 2025 aufgestockt, und insgesamt 144 Kameratürme an verschiedenen Anlagen installiert. Bis Anfang Februar sollen zudem alle Umspannwerke vollständig überwacht werden, womit Berlin in puncto Netzsicherheit im bundesweiten Vergleich weit vorne liegt.

