Heizkosten im Aufwind: So reagieren Verbraucher auf die Herausforderungen
Die Kosten für das Heizen in Deutschland kennen dieses Jahr erneut nur eine Richtung – nach oben. Einer aktuellen Analyse der Beratungsgesellschaft co2online zufolge steigt der Aufwand für das Beheizen einer durchschnittlichen 70-Quadratmeter-Wohnung mit Erdgas um satte 15 Prozent auf etwa 1.180 Euro. Auch bei anderen Heizmethoden wie Fernwärme, Heizöl und Holzpellets sind teils deutliche Erhöhungen zu erwarten, getrieben durch gestiegene Energiepreise und die kalten Monate zu Jahresbeginn.
Die gemeinnützige Gesellschaft betont jedoch, dass Verbraucher durchaus Möglichkeiten haben, den Heizkostenanstieg abzudämpfen. Ein einfaches Sparpotenzial, das viele Haushalte nicht ausschöpfen, liege in der optimierten Einstellung der Heizungsanlage. Kurzfristig ließen sich durch die Regulierung der Raumtemperatur, effizientes Lüften und einen geringeren Warmwasserverbrauch bis zu zehn Prozent an Energieeinsparungen erzielen.
Auf lange Sicht sind technische Upgrades wie ein hydraulischer Abgleich oder das Dämmen von Heizungsrohren noch effektiver. Die größten Einsparpotenziale entstünden allerdings durch umfassendere Investitionen wie den Austausch von Fenstern, Gebäudedämmung oder die Umstellung auf erneuerbare Heizsysteme.
Besonders im Hinblick auf die langfristige Entwicklung der Heizkosten wird Gas und Öl weiterhin teurer – mit einer Verdreifachung in den nächsten 20 Jahren, prognostiziert co2online. Günstigere Entwicklungen erwarten sie bei Wärmepumpen aufgrund politischer Unterstützung und wachsender Stromgewinnung aus erneuerbaren Energien.

