Haushalte müssen mit geringen Mehrkosten für Strom und Gas rechnen
Eine Studie von Tarif-Vergleichsportalen hat ergeben, dass ein Musterhaushalt mit einem Verbrauch von 20.000 Kilowattstunden für Gas im Jahr 26 Euro mehr bezahlen muss. Beim Strom sind es lediglich ein Euro. Die rot-grün-gelbe Regierungskoalition, insbesondere die SPD, ist gegen das vorzeitige Auslaufen der Preisbremsen. Finanzminister Christian Lindner (FDP) hatte dies angekündigt, um dem Haushaltsurteil des Bundesverfassungsgerichts zu entsprechen. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) betonte bei einem Parteitag, dass es richtig war, die hohen Preise für die Bürger zu subventionieren, und dass die Regierung weiterhin alles tun werde, um die ökonomischen Folgen des Krieges abzumildern. Die SPD hält auch Preisbremsen für 2024 für notwendig. Die Grünen sind noch in Gesprächen über die Finanzierung in diesem Jahr. Laut Verivox hat sich der Energiemarkt inzwischen erholt, und viele Versorger senken zum Jahreswechsel ihre Preise. Kundinnen und Kunden mit älteren Verträgen sollten jedoch möglicherweise in einen neuen Tarif wechseln. Wenn die Preisbremsen drei Monate früher gelockert werden, müssen Verbraucher in der Grundversorgung nächstes Jahr 82 Euro mehr für Gas und 5 Euro mehr für Strom bezahlen. Die Kritik von Gewerkschaften und der Union hält an, während der Sozialverband VdK Härtefallfonds für diejenigen fordert, die ihre Heizung nicht bezahlen können. Die Ampel-Koalition wird für ihre verfassungswidrige Haushaltspolitik kritisiert, da das Auslaufen der Preisbremsen darauf zurückzuführen ist. Ab März wird außerdem die Mehrwertsteuer auf Gas und Wärme wieder auf die volle Höhe steigen, was zu zusätzlichen Ausgaben von 224 Euro für einen Musterhaushalt führen wird. (eulerpool-AFX)

