Haseloff fordert Gespräch zwischen Bundesregierung und Bauernverbänden
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff hat sich für Gespräche im Kanzleramt zwischen der Bundesregierung und den Bauernverbänden ausgesprochen. In einem Interview mit MDR aktuell betonte der CDU-Politiker seine Unterstützung für die laufenden Proteste der Landwirte gegen die geplanten Einsparungen der Bundesregierung.
Haseloff sieht es als unabdingbar an, dass Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) persönlich mit den Bauernverbänden in den Dialog tritt. Er forderte eine Einladung ins Kanzleramt, um miteinander zu sprechen, ähnlich wie dies bereits in anderen Branchen wie der Automobilindustrie und der Chemie der Fall war. Haseloff betonte, dass die Landwirtschaft in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten mit zahlreichen Veränderungen, Druck, Zertifizierungen und bürokratischen Herausforderungen konfrontiert war. Er unterstrich die Notwendigkeit von Subventionen in Deutschland und Europa, um unter den gegebenen Bedingungen wettbewerbsfähige landwirtschaftliche Produkte zu erzeugen.
Bundeskanzler Scholz wird heute am Rande einer Veranstaltung in Cottbus mit dem brandenburgischen Landesbauernpräsidenten zusammentreffen, wie Regierungssprecher Steffen Hebestreit in Berlin mitteilte. Dabei will Scholz die Position der Regierung erläutern. Am Dienstag führte Scholz bereits Gespräche mit Bauernpräsident Joachim Rukwied am Rande des Neujahrsempfangs von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. (eulerpool-AFX)

