Handelsstreit mit Überraschungseffekten: Trumps nächste Schritte bleiben ungewiss
Der Präsident der Vereinigten Staaten, Donald Trump, nähert sich einem wichtigen Termin inmitten seines Handelsstreits, wobei eine 90-tägige Pause von seinen sogenannten "Befreiungstag"-Zöllen am 9. Juli endet. Doch welches Szenario tatsächlich eintreten wird, bleibt derzeit offen.
Trump und seine Offiziellen präsentierten in dieser Woche eine Vielzahl von möglichen Vorgehensweisen, die von Erweiterungen über vereinzelte Handelsabkommen bis hin zu der Einführung neuer Zölle reichen könnten. Ganz im Stile eines geschäftigen Interessenausgleichs, hat Trump den Weg für eine Mischung aus Angeboten und Androhungen geebnet. Er hat verdeutlicht, dass er bereit ist, Ländern Briefe mit der Botschaft "dies ist das Angebot, nehmen oder lassen" zu senden, dabei jedoch die Möglichkeit von Fristverlängerungen nicht gänzlich ausgeschlossen.
Finanzminister Scott Bessent und Handelsminister Howard Lutnick äußerten unterschiedliche Ansichten, die Investoren fesseln, da sie spürbare Auswirkungen auf die Märkte haben könnten. Der Analystin Henrietta Treyz zufolge könnte uns eine facettenreiche Entwicklung wie bei einem "Potluck" erwarten, bei dem verschiedene Länder mit unterschiedlichen Zollraten von 10-25% konfrontiert werden könnten.
Währenddessen könnten jüngste Vereinbarungen, wie eine vorläufige Übereinkunft mit Großbritannien, als Blaupause für weitere Abkommen dienen, auch wenn viele Zölle bestehen bleiben. Die Märkte stehen im Bann dieser ungewissen Entwicklungen.
Während Lutnick verkündete, dass eine Menge neuer Handelsverträge bevorstünden, blieb die Resonanz angesichts früherer, unerfüllter Versprechen eher verhalten. Bessent hingegen deutete in einer Kongressanhörung an, dass die Fristen für bedeutende Handelspartner verlängert werden könnten, um den Verhandlungen Zeit zu geben.
Trumps abschließende Äußerungen machten deutlich, dass neue Tarifanpassungen per Brief angekündigt werden könnten. Trotz der Möglichkeit von Abkommen mit Ländern wie Japan und Südkorea, bleibt die weitere Vorgehensweise ein Mysterium, was die Investoren weiter auf Trab hält.

