Hamburgs Nachhaltigkeitskonferenz: Appell für ungehinderte humanitäre Hilfe in Gaza
Auf der Hamburger Nachhaltigkeitskonferenz hat die Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali-Radovan (SPD) die Regierung Israels eindringlich aufgefordert, weiteren humanitären Organisationen den Zugang zum Gazastreifen zu ermöglichen. Sie betonte, dass politische Strategien nicht zur Blockade lebensnotwendiger Hilfe führen dürfen. Sollte der Zugang zu Hilfsgütern längerfristig behindert werden, müsse über mögliche Konsequenzen gesprochen werden.
Nachdem Israel in den letzten drei Monaten teilweise Hilfslieferungen erlaubt hatte, können derzeit nur begrenzte Mengen an die leidende Bevölkerung im Gazastreifen verteilt werden. Hierbei wurde der umstrittenen Gaza Humanitarian Foundation ermöglicht, Hilfsgüter zu verteilen, wobei andere Organisationen, einschließlich der Vereinten Nationen, umgangen werden.
Mit rund 1.600 Teilnehmern aus über 110 Ländern wird auf der zweitägigen Konferenz über Themen wie Armut, Hunger und Gesundheit im Rahmen der 17 globalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen diskutiert. Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) äußerte sich zu den Veränderungen in der Welt und den Herausforderungen, die Krisen und Konflikte mit sich bringen.
Achim Steiner, Leiter des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen, mahnte trotz Unsicherheiten zur Zuversicht.

