Hamas kündigt Freilassung von israelisch-amerikanischem Doppelstaatler an
In einem bemerkenswerten Schritt hat die islamistische Hamas bekanntgegeben, dass sie einen israelisch-amerikanischen Doppelstaatler aus ihrer Gewalt entlassen will. Die Freilassung geschieht im Zuge von Bestrebungen der Hamas, ein Abkommen für den Gaza-Streifen zu erreichen. In jüngsten Gesprächen mit den USA, welche die Freilassung des entführten Soldaten Edan Alexander befürworteten, wurde die bevorstehende Freilassung innerhalb von 48 Stunden angekündigt. Die Terrororganisation erhofft sich dadurch ein Zeichen des guten Willens zu senden.
In Erwartung der Ankunft von US-Präsident Donald Trump in der Region, drängten Vermittlerstaaten die Hamas, den Schritt als Geste des Entgegenkommens zu präsentieren. Die Familie des Soldaten wurde ebenfalls über die geplante Freilassung in Kenntnis gesetzt. Das israelische Ministerpräsidentenbüro bestätigte, dass die Vereinigten Staaten die Absicht der Hamas mit Israel geteilt hätten und keine Bedingungen an die Freilassung geknüpft seien. Diese Entwicklung könnte möglicherweise zu weiteren Verhandlungen über ein Abkommen führen, welches Israel in der Vergangenheit schon akzeptiert hatte.
Interessant bleibt, dass zuvor vorgebrachte Angebote der Hamas als unzureichend abgelehnt wurden. Die israelische Nachrichtenseite „ynet“ informierte, dass Israel nicht in den Freilassungsprozess involviert war und im Gegenzug keine palästinensischen Häftlinge freizusetzen habe. Die Eltern des Geisels planen derweil die Reise von den USA nach Israel, um ihrem Sohn beizustehen. Es kamen zudem Berichte ans Licht, wonach der Soldat während der Geiselhaft brutal behandelt wurde.

