Häfen, Logistik und Schifffahrt: Auf Kurs in Richtung Nachhaltigkeit
In Bremen führt der Kongress Envoconnect einmal mehr entscheidende Branchenakteure zusammen, um die umfassende Transformation zur Nachhaltigkeit in der Hafentechnik zu diskutieren. Bremenports, der Gastgeber, betont die ganzheitliche Herangehensweise, bei der es um mehr geht als einzelne grüne Projekte.
Die deutschen Seehäfen, wie ein Vertreter des Zentralverbands der deutschen Seehafenbetriebe anmerkt, sind zentrale Drehscheiben der Energiewende. Trotz ihrer geringen Rolle bei den Schadstoffemissionen im Vergleich zur Schifffahrt sind sie bestrebt, mit modernster Technologie Emissionen zu mindern und als künftige Energie-Drehkreuze zu fungieren. Wilhelmshaven plant hierzu einen Anleger zum Import klimafreundlicher Gase.
Auch für die Klimaneutralität der Häfen spielt der Ausbau von Landstromanlagen eine zentrale Rolle. Ab 2030 sollen große Schiffe in der EU landseitig versorgt werden, Hamburg plant dies gar ab 2027. Bremerhaven und der JadeWeserPort arbeiten bereits an ihrer Infrastruktur.
Die Logistikbranche, verantwortlich für deutliche CO2-Emissionen, ist sowohl Treiber als auch Betroffene des Klimawandels. Mit Initiativen wie Güterverlagerung auf die Schiene oder dem Einsatz von Elektrolastwagen in städtischen Gebieten nehmen erste nachhaltige Lösungen Gestalt an.
In der Schifffahrt findet eine allmähliche Umstellung auf umweltfreundlichere Kraftstoffe wie klimaneutrales Methanol statt, wobei die internationale Schifffahrtsorganisation und der Weltreederverband Klimaneutralität bis 2050 anstreben. Ein Wandel, der durch alternative Technologien beschleunigt werden soll.

