Grüne Zukunft für die Luftfahrt: Concrete Chemicals plant größte E-Kerosin-Anlage Deutschlands
Mit einem bemerkenswerten Förderbeitrag von 350 Millionen Euro stößt Concrete Chemicals, ein Gemeinschaftsunternehmen von Enertrag und Zaffra, auf großes Interesse in der Energiebranche. Die geplante Produktionsanlage im nordostdeutschen Schwedt, unterstützt durch das Bundeswirtschaftsministerium, soll zur führenden Einrichtung für synthetische Flugzeugkraftstoffe avancieren. Diese ambitionierte Initiative gilt als „zentraler Vorreiter“ im Bereich der klimafreundlichen Energieerzeugung.
Die innovative Anlage nutzt CO2 aus Biomasse, kombiniert mit erneuerbar erzeugtem Wasserstoff, um eine nachhaltige Alternative zu herkömmlichem Kerosin zu schaffen. Der ursprünglich in Rüdersdorf geplante Standort wurde nun an das Gelände der Ölraffinerie PCK Schwedt verlegt, was durch das Bundeswirtschaftsministerium unterstützt wird. Dort werden dem Unternehmen passende Flächen gepachtet.
Der Startschuss für die Produktion ist für 2030 geplant. Voraussetzung für die Auszahlung der Fördermittel ist allerdings eine Genehmigung der Europäischen Kommission. Das Land Brandenburg wird einen beträchtlichen Teil der finanziellen Unterstützung übernehmen – insgesamt 104 Millionen Euro. Eine endgültige Investitionsentscheidung wird bis 2027 von Concrete Chemicals erwartet.
Ein bedeutender Partner wird der Papierhersteller Leipa, der das notwendige CO2 für das Power-to-Liquid-Verfahren bereitstellt, mit dem pro Jahr über 37.000 Tonnen synthetischer Kraftstoff produziert werden sollen. Diese Menge ermöglicht es, mindestens 100.000 Tonnen fossiles CO2 in der Luftfahrt einzusparen. Ab 2025 sind Airlines in der EU verpflichtet, mindestens zwei Prozent ihres Treibstoffs aus nachhaltigen Quellen zu beziehen, wobei dieser Anteil bis 2050 signifikant auf 70 Prozent ansteigen soll.
Dieser Fortschritt im Bereich synthetischer Kraftstoffe durch Concrete Chemicals könnte den Strukturwandel in Ostdeutschland nachhaltig beeinflussen und stärkt nicht zuletzt den Standort der PCK-Raffinerie in Schwedt. Laut Brandenburgs Wirtschaftsminister Daniel Keller (SPD) bietet das Projekt alle Voraussetzungen für eine vielversprechende Erfolgsgeschichte im Sektor der Wasserstoffwirtschaft.

